Gericht verhandelt nach Molkerei-Blockade über Schadenshöhe
Bautzen (dapd-lsc). Der Schadenersatzprozess um die Blockade einer Großmolkerei in Sachsen vor dreieinhalb Jahren geht in die letzte Runde. Das Landgericht Bautzen verhandelt am 21. Februar über die Höhe des Schadenersatzes, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Bereits 2010 hatte das Oberlandesgericht Dresden entschieden, dass der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), der Landesbauernverband Brandenburg sowie weitere an dem Protest Beteiligte Schadenersatz zahlen müssen.
Offen blieb bislang die Höhe. Einem Gutachten zufolge soll es um rund 600.000 Euro gehen. Die Beklagten bezweifeln dies.
Die zum Molkereikonzern Müller gehörende Sachsenmilch-Molkerei in Leppersdorf bei Dresden war Mitte 2008 tagelang blockiert worden. Mit dem Protest wollten Milchbauern höhere Milchpreise durchsetzen. Sachsenmilch begründet die Forderung mit Produktionsausfällen.
Veröffentlicht in: Wirtschaft


