Dauerfrost beeinträchtigt Verkehr in Rheinland-Pfalz
Mainz (dapd-rps). Die sibirische Kälte in Rheinland-Pfalz hält an und beeinträchtigt inzwischen den Verkehr auf Schienen und Straßen, zu Wasser und in der Luft. Die ADAC-Pannenhelfer sind seit Tagen im Dauereinsatz, Schulbusse fallen aus, die Schifffahrt wurde teils bereits eingestellt und auf dem Flughafen Hahn verspäten sich etliche Starts. Ein Ende des Dauerfrostes ist laut Meteorologen nicht in Sicht.
In der Nacht zum Dienstag herrschten landesweit Temperaturen kälter als im Gefrierschrank. In Niederwörresbach (Landkreis Birkenfeld) seien minus 20,1 Grad, in Idar-Oberstein minus 19,5 Grad und in Simmern minus 18,3 Grad gemessen worden, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes sagte. Das Besondere sei, dass eine solche Extremkälte normalerweise bei einer geschlossenen Schneedecke entstehe, die es aber in Rheinland-Pfalz derzeit nicht gebe. In den kommenden Tagen würde die Temperaturen zwar leicht nach oben gehen, aber im Minusbereich bleiben.
Die 70 Straßenwächter des ADAC Mittelrhein rücken derzeit täglich bis zu 1.400 Mal aus, um Autofahrern bei Pannen zu helfen. “Phasenweise kommt es schon zu Engpässen, bricht unsere Notrufnummer zusammen”, sagte ADAC-Sprecher Rheinhard Moll. Teilweise kooperiere der ADAC daher nicht nur mit externen Dienstleistern, sondern sogar mit Taxifahrern, damit diese Starthilfe geben. In den Kreisen Kusel und Kaiserslautern fielen am Dienstagmorgen etliche Schul- und Nahverkehrsbusse aufgrund der Kälte aus.
Der anhaltende Frost setzt auch der Schifffahrt zu. Nach der Einstellung des Schiffsverkehrs auf der Lahn folgt in den kommenden Tagen voraussichtlich auch die Mosel, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Günther Werner. An den Wehren staue sich bereits Treibeis, die Situation verschärfe sich von Tag zu Tag. Die Eisbrecher stünden schon in Koblenz bereit. Am Dienstag seien schon erste Einsatzübungen durchgeführt worden.
Auf dem Hunsrück-Flughafen Hahn müssen sich Passagiere nach Auskunft einer Sprecherin auf “leichte Verspätungen” einstellen. Grund seien ständige Sicherheitskontrollen der Startbahn auf Frostschäden. In diesem Winter werde es keinen Engpass bei Enteisungsmitteln geben, die Lager seien voll, sagte die Sprecherin.
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