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Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund

vom 31.08.2011 um: 17:26 Uhr | Quelle: dapd
Politik Dortmund Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Dortmund

Dortmund (dapd-nrw). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft zum Verzicht von Straßenblockaden während des geplanten Neonazi-Aufmarsches am Samstag (3. September) in Dortmund auf. Außerdem wehrt sie sich gegen Vorwürfe einer “einseitigen Stellungnahme am Rande des Neutralitätsgebotes” vonseiten der Initiative “Dortmund nazifrei”. “Wenn eine Versammlung oder Demonstration aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht verboten werden kann, muss die Polizei diese schützen – ob sie will oder nicht”, schreibt der GdP-Landesvorsitzende Frank Richter in einem offenen Brief.

Am Mittag hatte auch Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) gesagt, angesichts des Neonazi-Aufmarsches halte er “friedliche Sitzblockaden durchaus für ein legitimes Mittel im Kampf gegen den braunen Sumpf”. Gleichzeitig sprach er sich aber für ein “Zusammenspiel mit der Polizei” aus.

Mit einem breiten Bündnis aus Dortmunder Vereinen und Organisationen ruft das Stadtoberhaupt außerdem zu zahlreichen Gegenveranstaltungen zu dem Aufmarsch der Rechten auf. Unter anderem sollen am Samstag eine Demonstration vom Hauptbahnhof in die Nordstadt und ein Friedensfest im Stadtteil Dorstfeld stattfinden. Die Veranstalter, zu denen auch der BVB gehört, rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern.

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