Gewerkschaft mahnt bessere Motivation angehender Lehrer an
Dresden (dapd-lsc). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat eine bessere Motivation künftiger Lehrer in Sachsen gefordert. Der politische Umgang mit der jetzigen Lehrergeneration und die aktuelle Belastungssituation wirkten nicht werbend für den Lehrerberuf, sagte die Landesvorsitzende Sabine Gerold am Freitag in Dresden. Das Geschacher um Stellen und Kosten müsse aufhören.
Das gleiche gelte für die “unsensibel und unbedarft vom Zaun gebrochene Debatte” über den Erhalt des Beamtenstatus von angeworbenen Lehrkräften aus andere Bundesländern. Kultusminister Roland Wöller (CDU) hatte angekündigt, dass angeworbene Lehrer aus anderen Bundesländern ihren Beamtenstatus behalten sollen, wenn sie nach Sachsen wechseln.
Die GEW wolle diesem Vorhaben nur zustimmen, wenn die Einkommensnachteile nicht verbeamteter Lehrer gegenüber den neuen Kollegen durch angemessene Maßnahmen ausgeglichen würden, hieß es. Zudem müssten auch Referendare zu den gleichen Bedingungen eingestellt werden wie die aus anderen Bundesländern kommenden Lehrkräfte.
Der Generationenwechsel werde nur gelingen, wenn die Interessen des potenziellen Lehrernachwuchses und der älteren Lehrergeneration gleichermaßen beachtet würden, sagte Gerold. Die im “Bildungspaket Sachsen 2020″ von der Regierung geplanten Maßnahmen seien unzureichend und zum Teil auch ungeeignet. So müsse es mehr Motivation geben, zu studieren, in Sachsen zu bleiben, die richtigen Fachrichtungen zu wählen und sich für bestimmte Schularten zu entscheiden, sagte Gerold.
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