Frankfurt am Main: Aydin A. stellt sich nach Messerstecherei in Niederursel
Frankfurt am Main – Zu einer blutigen Messerstecherei kam es gestern Vormittag im Hauseingang des Hochhauses Gerhart-Hauptmann-Ring 410 in Niederursel. Ein 28-jähriger türkischer Staatsangehöriger wurde dort von seinem gleichaltrigen Landsmann Aydin A. durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper schwer verletzt, konnte allerdings durch eine Notoperation gerettet werden. Angeblich sollen die beiden Männer Freunde gewesen sein. Nach intensiver Fahndung stellte sich der mutmaßliche Täter gestern Abend bei der Polizei.
A. lebte mit Frau und Sohn im selben Hochhaus wie das Opfer. Das SEK stürmte um 13:20 Uhr das Gebäude, um nach den Täter zu suchen. Ein Zeuge hatte ausgesagt, dass er diesen nach der Tat ins Haus habe fliehen sehen. Kein Bewohner des 15-stöckigen Gebäudes durfte mehr rein oder raus. Der gesamte Gerhart-Hauptmann-Ring musste abgesperrt werden. Nach erfolgloser Fahndung stellte sich A. gestern Abend um 19 Uhr auf dem 1. Polizeirevier freiwillig.
Von den Familienangehörigen der beiden weiß keiner etwas über die Tat. Die Schwester von A. glaubt nicht daran, dass ihr Bruder dies gemacht habe, und wenn doch, dann sei er sicher provoziert worden. Auch der Vater des Opfers habe keine Ahnung, warum sein Sohn vom eigenen Freund niedergestochen worden sein soll.
Bei A. handelt es sich indes um keinen Unbekannten, wie die Polizei mitteilte. So sei er, wie Polizeisprecher André Sturmeit bekanntgab, schon „mehrfach mit Gewalt- und Drogendelikten in Erscheinung getreten“. Die Hintergründe und Motivation der Tat seien derzeit noch völlig unklar.
Veröffentlicht in: Polizeimeldungen | Schlagworte: Gerhart-Hauptmann-Ring, Messerstecherei, Niederursel


