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MRSA-Virus an Freiburger Uniklinik: Aufnahmestopp für Neugeborenen-Station – vier Babys betroffen

vom 03.02.2012 um: 08:33 Uhr | Quelle: Redaktion meinestadt.de
Gesundheit Kinder und Jugend Freiburg/Breisgau MRSA-Virus an Freiburger Uniklinik: Aufnahmestopp für Neugeborenen-Station – vier Babys betroffen

Freiburg – Virus-Alarm an der Uniklinik: Auf der Neugeborenenstation der Klinik ist der für Kleinkinder lebensbedrohliche Krankenhauskeim MRSA aufgetreten. Die Klinik reagierte prompt und verhängte ein   Aufnahmestopp für Neugeborene. Für mindestens sechs bis acht Wochen werden keine neuen Patienten aufgenommen. Das berichtet aktuell der SWR.

Frühgeborene müssten bis dahin in andere Krankenhäuser, teilte die Klinik am Donnerstag mit. Bei vier der insgesamt zwölf Babys waren MRSA-Erreger festgestellt worden. Die vier betroffenen Babys hätten jedoch schnell geheilt werden können, hieß es.

“Wir greifen zu drastischen Maßnahmen, um das Problem rasch zu lösen und um weiteren Schaden von Patienten abzuwenden”, sagte der stellvertretende Ärztliche Direktor der Uniklinik, Gerd Walz. Das am stärksten betroffene Baby sei, so der SWR, mit einem wirksamen Antibiotikum behandelt, die drei anderen Kinder desinfiziert worden. Alle vier seien wieder gesund. Mit Spätfolgen sei nicht zu rechnen. Die vier Babys, bei denen MRSA aufgetreten sei, würden nun auf der Station isoliert, damit sich der Keim nicht weiter ausbreiten und weitere Patienten infizieren könne.

Nach eigenen Angaben geht die Freiburger Uniklinik davon aus, dass der MRSA-Erreger durch das Personal oder durch Besucher auf die Station gelangte. Deshalb sei der Hygieneschutz noch einmal verstärkt worden, erklärte der Leiter der Krankenhaushygiene, Markus Dettenkofer. So müssten alle Bediensteten und Besucher der Station Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzmasken tragen. Zudem werde das gesamte Personal untersucht.

Zum Hintergrund: Das Bakterium Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, oft mit der Buchstabenfolge MRSA abgekürzt, bleibt unauffällig, solange Menschen über ein intaktes Imunsystem verfügen. Ist ein Patient krank und geschwächt, profitiert das Bakterium davon: Es breitet sich aus und kann zum Auslöser von Hautinfektionen und verschiedenen lebensbedrohlichen Krankheiten werden. Es existiert somit kein MRSA-Virus, oder Krankenhaus-Virus, sondern lediglich eine MRSA-Infektion, die allerdings sowohl zu Lungenentzündung als auch zu Muskelerkrankungen und Blutvergiftung führen kann.

Quelle: SWR

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