Mitgliederzahlen von Grünen und Piraten wuchsen 2011 am stärksten
Stuttgart (dapd-bwb). Die Grünen und die Piratenpartei in Baden-Württemberg haben 2011 die größten Mitgliederzuwächse verbucht. Während die Grünen um mehr als 14 Prozent zulegten und den Rekordwert von knapp 8.800 Mitgliedern erreichten, stieg die Zahl der Anhänger der Piraten um 58 Prozent auf 2.288 Personen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab.
Größter Verlierer war die FDP, die 668 Anhänger verlor und damit einen prozentualen Rückgang ihrer Mitgliederschaft um 8,3 Prozent verkraften musste. Ende 2011 hatten nach Angaben der Partei noch 7.349 Menschen im Land ein Parteibuch der Liberalen.
Damit ist die FDP in ihrem Stammland etwa 2.000 Mitglieder vom bisherigen Rekordwert der vergangenen 34 Jahre entfernt: 1980 hatte die Partei 9.340 Mitglieder. Im Vergleich zum niedrigsten Wert der letzten 34 Jahre aus dem Jahr 1998 mit 6.376 Mitgliedern haben die Liberalen noch Luft.
Die Zahl der SPD-Mitglieder verringerte sich um 700 (1,8 Prozent) von 38.600 Personen zum Ende 2010 auf 37.900 (Stand: Oktober 2011). Ein Parteisprecher erklärte, der Rückgang sei “moderater” als in den vergangenen Jahren. Grund hierfür sei insbesondere die Mobilisierung im Landtagswahlkampf. Für den Rückgang sei die Altersstruktur der Partei verantwortlich – die Sterbefälle überwiegen die Zahl der Eintritte.
Auch die CDU hat nach Angaben eines Parteisprechers mit diesem Phänomen zu kämpfen. 2011 verzeichnete die Partei einen Rückgang um etwa 1.220 Mitglieder (1,6 Prozent). Mit 71.781 Anhängern bleibt sie die mitgliederstärkste Partei im Land. Vom Spitzenwert des Jahres 1984 ist die Partei, die Baden-Württemberg knapp 60 Jahre regierte, jedoch weit entfernt: damals hatte die CDU 96.146 Mitglieder.
Veröffentlicht in: Politik | Schlagworte: Die Grünen, Piratenpartei
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