CDU-Spitze beharrt nicht mehr auf schnelle Wahl des neuen Parteichefs
Stuttgart (dapd-bwb). Angesichts vermehrter Stimmen aus den CDU-Kreisverbänden gegen eine schnelle Wahl eines neuen baden-württembergischen Landesparteichefs hat die Parteispitze Entgegenkommen signalisiert. Generalsekretär Thomas Strobl sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd, er sei mit dem scheidenden Landesparteichef Stefan Mappus übereingekommen, auf der für den 20. April festgesetzten Basiskonferenz “die Stimmung aus der Basis aufzunehmen” und gegebenenfalls die für den 7. Mai vorgesehene Wahl des neuen Vorstands zu verschieben.
Mehrere Emails von Kreisverbänden hätten darauf hingedeutet, dass der Termin des Parteitags, an dem die Wahl vorgesehen sei, als zu früh empfunden werde.
Die Basiskonferenz am 20. April in Leonberg mit über 1.400 Mitgliedern, darunter alle Orts- und Kreisvorsitzende sowie sämtliche Abgeordnete, war zunächst angesetzt worden, um die Nachfolge des Landesvorsitzenden Stefan Mappus zu debattieren. Bei der Basiskonferenz soll auch die Frage erörtert werden, ob der Landesvorsitz und der Fraktionsvorsitz in einer Hand liegen sollen.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk steht nach eigenen Worten für das Amt bereit, falls die Partei wünscht, dass die Funktionen gebündelt sein sollten. Sollte sich die Partei jedoch für eine Doppelspitze aussprechen, wäre auch Generalsekretär Thomas Strobl für eine Kandidatur bereit.
Strobl kündigte am Dienstag außerdem an, die CDU Baden-Württemberg werde zehn Regionalkonferenzen abhalten, fünf davon noch vor der Sommerpause. Die inhaltliche Aufstellung der Partei solle breit diskutiert werden.
Veröffentlicht in: Politik | Schlagworte: Landtagswahl 2011
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