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NRW will Jugendarrest reformieren

vom 05.10.2011 um: 14:33 Uhr | Quelle: dapd

Wetter/Düsseldorf (dapd-nrw). Im Jugendarrest in Nordrhein-Westfalen sollen die Insassen künftig stärker erzogen und sozial trainiert werden. “Das bloße Wegsperren Jugendlicher ist weder sinnvoll noch zeitgemäß”, sagte Justizminister Thomas Kutschaty am Mittwoch bei der Einweihung des Erweiterungsbaus von Amtsgericht und Jugendarrestanstalt in Wetter. Für 2012 kündigte der SPD-Politiker einen Gesetzentwurf an.

“Die Jugendlichen sollen in sozialen Trainingskursen, durch Gruppenarbeit und in Gemeinschaftsveranstaltungen lernen, künftig eigenverantwortlich und ohne weitere Straftaten zu leben”, sagte der Justizminister. In den sechs Jugendarrestanstalten in NRW sind rund 190 männliche und etwa 30 weibliche Insassen untergebracht.

Der Jugendarrest ist nach Justizangaben ein kurzfristiger Freiheitsentzug von mindestens zwei Tagen und höchstens vier Wochen. Er hat nicht die Rechtswirkung einer Strafe. Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei rund zwei Wochen.

Veröffentlicht in: Justiz, Politik

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