Juristisches Nachspiel wegen geplatzter Ring-Finanzierung offen
Koblenz (dapd-rps). Ein juristisches Nachspiel der gescheiterten Privatfinanzierung am Nürburgring ist weiter offen. Die Staatsanwaltschaft Koblenz, die seit 2010 unter anderem gegen den wegen des Skandals zurückgetretenen rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) ermittelt, hat noch keine Anklage wegen Veruntreuung erhoben.
“Ich weiß von keiner Anklage”, sagte der stellvertretende Leiter der Koblenzer Behörde, Hans-Peter Gantner, am Freitag auf dapd-Anfrage. Er widersprach damit einem Bericht des “Trierischen Volksfreunds” vom selben Tag.
Die Zeitung hatte sich auf gut unterrichtete Kreise bezogen und berichtet, dass die Klageschrift noch am Freitag beim Landgericht Koblenz eingehen sollte. Das Gericht betonte indes, bislang sei noch keine Anklage eingegangen.
Die Landesregierung war bei der Finanzierung der neuen “Erlebniswelt Nürburgring” auf Betrüger hereingefallen. Daraufhin war die private Finanzierung des 330 Millionen Euro teuren Projekts im Jahr 2009 an geplatzten Schecks gescheitert und Deubel musste kurz vor der Eröffnung seinen Hut nehmen.
Neben Deubel ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen einen der derzeitige Pächter der Rennstrecke, Kai Richter.
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