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Zu teuer, zu viele Auflagen: Kölner Geisterzug fällt aus!

vom 05.01.2012 um: 13:45 Uhr | Quelle: Redaktion meinestadt.de

Köln – Der diesjährige Geisterzug in Köln am 18.02.2012 fällt aus! Das hat der Veranstalter, der Verein “Ähzebär und Ko”, jetzt mitgeteilt.

Mit folgenden Worten wendet sich der Veranstalter auf seiner Homepage an alle Fans des alljährlichen Karnevalszuges:

Zu unserem Bedauern müssen wir mitteilen, dass der geplante Geisterzug, der die Aachener Straße stadteinwärts bis zum Apostelnkloster gehen sollte, nicht stattfinden kann. Grund sind die hohen Sicherheitsauflagen und die daraus folgenden Kosten.

Die Geisterzüge 2010 – 2017 stehen bekanntlich unter dem Obermotto „Däm Agrippina ze Ihre“, da wir im Jahr 2015 den 2.000sten Geburtstag unserer Stadt-„gründerin“ feiern können.

Unsere Züge gehen nacheinander die römischen Hauptstraßen nach Köln hinein. Nachdem wir bereits die Bonner Str. und Luxemburger Str. begangen haben, steht für 2012 die Aachener Str. an.

Erläuterung des Konzepts zu den Feierlichkeiten zu Agrippinas 2.000sten Geburtstag.

Bei einer Begehung der Strecke mit Ordnungs- u.a. Ämtern, Polizei und KVB mussten wir feststellen, dass die Absicherung dieses Zugweges den Rahmen aller bisherigen Züge um ein vielfaches sprengt:

Da die Gleise der KVB zwischen Rudolfplatz und Eisenbahn sowie westlich der Inneren Kanalstr. nicht abgesichert sind, wir aber die Aufrechterhaltung des Straßenbahnverkehrs in Köln für notwendig erachten, müssten wir fast auf der gesamten Aachener Str. bis zur Eupener Str. Drängelgitter aufstellen, die auch nur mittels eines hohen Ordnereinsatzes von den Zuschauern respektiert werden.

Dadurch würden sich unsere Kosten gegenüber anderen Jahren mehr als verzehnfachen! Das können und wollen wir unseren Zuschussgebern nicht zumuten. Und in der Kürze der Zeit weitere Sponsoren in dieser Größenordnung zu finden, ist vollkommen unrealistisch.

Eine angedachte Verkürzung des Zuges auf den Bereich östlich der Inneren Kanalstr. und eine Umleitung über das sehr unebene Kopfsteinpflaster der Schmalbeinstr. und den leidgeprüften Brüsseler Platz wird weder die Akzeptanz der Teilnehmer noch der Anwohner finden.

Wir überlegten, ob wir alternativ eine andere Strecke gehen könnten. Doch weder Vogelsanger noch Dürener Str. oder gar andere Straßen finden wir im Rahmen des Agrippina-Konzepts als Ersatz für die römische Aachener Str. akzeptabel. Auch reicht mittlerweile die Zeit nicht mehr für erneute Begehungen und Ämterabstimmung.

Hinzu kommt, dass das Ordnungsamt im Nachgang der Duisburger Loveparade ein Sicherheitskonzept von uns fordert.  Wie die Berichte in den Medien der letzten Monate zeigen, ist das nicht ausschließlich unser Problem, sondern auch das vieler anderer kleiner Veranstalter vom Weihnachtsmarkt über Schützenzüge bis zum Rheinkultur-Festival.

Außerdem will das Kölner Ordnungsamt unseren bisherigen Sicherheitsdienstleister, mit dem wir rundum zufrieden waren, nicht mehr akzeptieren.

Beide Punkte reichen bereits aus, dass selbst eine kurze Strecke, die überhaupt nichts mit dem Agrippina-Konzept zu tun hätte, unseren finanziellen Rahmen sprengen würde.

Daher haben wir uns schweren Herzens entschieden, den Geisterzug 2012 komplett ausfallen zu lassen.

Wir beabsichtigen, den Zug 2013 auf der Venloer Str. und die Folgezüge wie geplant durchzuführen.
Ob es gelingen wird, hängt davon ab,
- ob das Ordnungsamt bereit ist, mit seinen Forderungen auf alte Standards zurück zu kommen,
- ob sich weitere Sponsoren für den Geisterzug finden und
- ob sich neue Leute finden, die bereit sind, die Geisterzüge aktiv fortzuführen.

Quelle: Geisterzug.de

Veröffentlicht in: Kultur, Stadtgeschehen, Termine | Schlagworte: , ,

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