Kölner Rosenmontagszug bei Sonnenschein – Kein normaler Tag für den Rettungsdienst und die Feuerwehr
Köln - Ausgelassen und fröhlich feierten die Jecken in der Kölner Innenstadt und schauten sich den Rosenmontagszug an. Der Rettungsdienst war dabei weniger gefordert als im letzten Jahr. Trotzdem waren immer noch weit mehr Notfälle zu bewältigen als einem normalen Tag.
Die Brandschutzkräfte waren ebenfalls häufig gefordert: in Ostheim ereignete sich ein Unfall zwischen einem Passanten und einer Straßenbahn, im U-Bahnhof Akazienweg wurde eine Verrauchung gemeldet und in der Nacht sowie am frühen Morgen wurden in Köln vier Feuer gemeldet. Die meisten Einsätze waren weniger dramatisch als zunächst befürchtet.
Nur in der Christophstraße waren durch einen Kellerbrand 14 Menschen in ihren Wohnungen eingeschlossen. Das Feuer war gegen 3:25 Uhr im Keller des Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Als die Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf, quoll dichter Rauch aus dem Keller und mehrere Menschen machten sich an den Fenstern bemerkbar. Ihnen war der Fluchtweg durch den Treppenraum vom Rauch versperrt. Die Einsatzkräfte retteten alle Bewohnerinnen und Bewohner über Drehleitern aus dem Haus und durchsuchten mit Atemschutztrupps den Treppenraum auf mögliche weitere Personen.
Durch das besonnene Handeln der Bewohnerinnen und Bewohner blieben glücklicherweise alle unverletzt, weil sie die Wohnungstüren zum verrauchten Treppenraum geschlossen hielten. Die Feuerwehr versorgte die 14 Geretteten zunächst in einem Mannschaftsbus.
Da die Wohnungen zurzeit nicht bewohnt werden können, brachten die Wohnungsversorgungsbetriebe sieben von ihnen in einer Notunterkunft unter. Die restlichen kamen bei Verwandten unter. Das Feuer im Keller konnte durch einen Atemschutztrupp schnell gelöscht werden.
Der Rettungsdienst rückte am Rosenmontag zu 445 Einsätzen aus. Im letzten Jahr waren es 500 gewesen. Die Hilfsorganisationen behandelten in ihren Unfallhilfsstellen 236 Patientinnen und Patienten (Vorjahr: 198), von denen 60 (Vorjahr: 57) in Krankenhäuser gebracht werden mussten. Ein mobiler Trupp leistete auch die erste Versorgung bei einer Frau, die beim Rosenmontagszug von einem Pferd getreten worden war. Sie hatte rücklings zum Zug gestanden, als das Pferd scheute und sie mit einem Huf am Rücken traf. Nach der Erstversorgung wurde sie mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Bei dem Straßenbahnunfall in Ostheim wurde ein Mann schwerverletzt, wurde allerdings nicht unter der Bahn eingeklemmt. Im U-Bahnhof Akazienweg war um 18:53 Uhr ein Feuer gemeldet worden. Zwei Löschzüge, Sonderfahrzeuge und der Führungsdienst begaben sich zum Brandort. Es brannten zum Glück nur zwei Müllbehälter, auch die Verrauchung war nur sehr gering. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer mit kleinem Löschgerät und hatten nach rund zehn Minuten den Einsatz bereits beendet.
Neben dem Kellerbrand in der Christophstraße wurde die Feuerwehr in der Nacht zweimal gerufen, da Bewohnerinnen und Bewohner einen starken Brandgeruch im Treppenraum wahrgenommen hatten. In beiden Fällen stellte sich heraus, dass angebranntes Essen die Ursache war. In der Vitalisstraße belüftete die Feuerwehr die Wohnung. Der Rettungsdienst untersuchte die Bewohnerin. Sie musste nicht ins Krankenhaus. Der Bewohner aus der leicht verrauchten Wohnung in der Vorgebirgsstraße wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Am Morgen wurde die Feuerwehr in die Straße Am Südpark gerufen. Dort kam Rauch aus einem Lichtschalter und einer Steckdose. Die Einsatzkräfte schalteten den Strom ab und untersuchten die Bewohnerin. Sie war zum Glück unverletzt.
Quelle: Feuerwehr der Stadt Köln
Veröffentlicht in: Feuerwehr | Schlagworte: Brand, Karneval, Rosenmontagszug, Unfall, Verkehrsunfall


