“Mehr Spaß ohne Glas” – Bilanz des Kölner Ordnungsamtes 2012
Köln - Die Aktion “Mehr Spaß ohne Glas” wurde im Straßenkarneval 2012 bereits zum fünften Mal erfolgreich umgesetzt. Eine Woche vor Weiberfastnacht hatte das Oberverwaltungsgericht Münster der Stadt Köln endgültig grünes Licht dafür gegeben.
Die Wirkung hat sich nach Einschätzung der beteiligten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Abfallwirtschaftsbetriebe Köln wieder positiv auf das Einsatzgeschehen, die Anzahl der Schnittverletzungen und Reifenschäden ausgewirkt. Das Amt für öffentliche Ordnung zieht Bilanz seiner Einsätze an den tollen Tagen:
Bilanz des Ordnungsdienstes
Bei den Kontrollen in den festgelegten Glasverbotszonen “Altstadt” und “Zülpicher Viertel” wurde der Ordnungsdienst an Weiberfastnacht, Karnevalssamstag und Rosenmontag von mehr als 250 freiwilligen Helferinnen und Helfern unterstützt, die die Feiernden an den insgesamt 26 Zugängen auf das Glasverbot hinwiesen.
Es war zu beobachten, dass immer mehr Jecke gut vorbereitet waren und sich auf zahlreiche kreative Alternativen umgestellt hatten. Wer dennoch Glas bei sich trug, konnte auf Plastikbecher zurückgreifen, die an den Kontrollstellen verteilt wurden. Dieser Service fand erneut viel Anklang. Insgesamt hat der Ordnungsdienst rund 50.000 Becher verteilt. Dies sind nur etwa halb so viele wie geplant und damit ein weiteres Indiz für den hohen Bekanntheitsgrad, den die Aktion “Mehr Spaß ohne Glas” hat.
Auch innerhalb der beiden Verbotszonen wurden mit 937 weniger als halb so viele Jecke mit Glas angetroffen (Vorjahr: 1.950). Nachdem die Einsatzkräfte des Ordnungsdienstes ihnen die “Spielregeln” nochmals erklärt hatten, entsorgten alle ihr Glas umgehend.
Ebenso hat sich wieder der überwiegende Teil der Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe an das Verkaufsverbot von Glas gehalten. Lediglich gegen drei (Vorjahr: ebenfalls drei) Betriebe musste ein Verfahren wegen der Abgabe von Glas eingeleitet werden, das ein Zwangsgeld von jeweils 1.000 Euro vorsieht.
Mit Priorität für den Jugendschutz war der Ordnungsdienst sowohl im Vorfeld der Karnevalstage als auch an den tollen Tagen selbst im Einsatz. Insgesamt wurden 356 (Vorjahr: 311) Jugendschutzkontrollen durchgeführt. In 166 Fällen (84) musste eingeschritten werden, weil Minderjährige Wein, Bier und Spirituosen tranken. Allein an Weiberfastnacht wurden 91 (69) Jugendliche mit für sie nicht erlaubten alkoholischen Getränken angetroffen. Die sichergestellten Getränke mussten die jungen Leute vor Ort ausschütten. 37 (49) Jugendliche wurden rauchend angetroffen und mussten ihre Zigaretten abgeben.
Gegen 7 (27) Gaststätten-, Kiosk- und Trinkhallenbesitzer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz oder gewerberechtliche Vorschriften eingeleitet.
Wie in den Vorjahren musste der Ordnungsdienst auch gegen Wildpinkler vorgehen. Insgesamt 227 (Vorjahr 317) Jecke wurden dabei angetroffen, wie sie ihre Notdurft außerhalb einer Toilette verrichteten.
Bilanz des Verkehrsdienstes
In den Nächten vor Karnevalssonntag und Rosenmontag war der Verkehrsdienst jeweils mit etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entlang der Zugstrecken und in den Aufstell- und Auflösungsbereichen der beiden größten Karnevalsumzüge im Einsatz. Durch das Abschleppen widerrechtlich und behindernd parkender Fahrzeuge wurden für die Schull- und Veedelszöch und den Rosenmontagszug so ein pünktlicher Start und ein gefahrloses Umherziehen möglich.
Im Vorfeld des Karnevalssonntags wurden 237 Fahrzeuge abgeschleppt (Vorjahr: 196) und 359 (340) Verwarnungen ausgesprochen. 49 (31) Halterinnen und Halter, die in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung geparkt hatten, konnten noch erreicht werden und ihr Fahrzeug selbst wegsetzen. In der Nacht vor dem Rosenmontagszug wurden nochmals 43 (49) Fahrzeuge abgeschleppt und 78 (84) Verwarnungen ausgesprochen. Hier konnten noch 25 (26) Halterinnen und Halter erreicht werden.
Überdies waren entlang der Zugstrecke 27 Fahrräder sichergestellt worden, die zu gefährlichen Stolperfallen hätten werden können oder wichtige Fluchtwege behindert hatten. Die Eigentümerinnen und Eigentümer können die Räder ab Mittwoch, 22. Februar 2012, im Fundbüro des Amtes für öffentliche Ordnung, Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln, abholen.
An Weiberfastnacht wurden insgesamt 113 (42) Verwarnungen an Falschparkerinnen und Falschparker ausgestellt. 53 (28) Halterinnen und Halter konnten rechtzeitig erreicht werden, 26 (11) Fahrzeuge mussten jedoch abgeschleppt werden. Diese hatten überwiegend die Zugstrecke des Umzugs des Reitercorps Jan-von-Werth behindert. Trotz Informationsschreiben des Verkehrsdienstes im Vorfeld hatten offenbar viele Fahrerinnen und Fahrer dessen neuen Streckenverlauf nicht berücksichtigt.
Quelle: Stadt Köln
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