Höppner schlägt Entschädigung misshandelter Thüringer Heimkinder vor
Leipzig (dapd-lth). Nach Ansicht des Missbrauchsbeauftragten der Landesregierung, Reinhard Höppner (SPD), steht den während der DDR-Zeit in Kinderheimen und Jugendwerkhöfen misshandelten Kindern eine finanzielle Entschädigung zu. Diese sei sinnvoll, “wenn berufliche Folgeschäden entstanden sind”, sagte der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt der “Leipziger Volkszeitung” (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht.
Höppner leitet den im Juni 2010 initiierten Arbeitskreis. Seitdem hätten sich rund 450 Missbrauchsopfer in Thüringen gemeldet. Höppner zufolge gab es allein in Thüringen rund 12.000 Heimkinder.
Zugleich plädierte Höppner für eine Beteiligung des Freistaats am Entschädigungsfonds des Runden Tisches Heimerziehung der Bundesregierung.
Veröffentlicht in: Politik
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