zurück

Stahlknecht wirbt für mehr Einbürgerungen in Sachsen-Anhalt

vom 31.07.2012 um: 13:20 Uhr | Quelle: dapd

Magdeburg (dapd-lsa). Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) will die Integration von Ausländern im Land voranbringen. Gerade wegen des geringen Ausländeranteils von etwa zwei Prozent sei die Ablehnung hoch, Vorurteile bildeten den “Nährboden für Straftaten”, sagte Stahlknecht am Dienstag in Magdeburg bei der Vorstellung eine landesweiten Einbürgerungskampagne. Der Minister sprach mit Blick auf die Integration von einer “Herzenssache”.

Von mehr Einbürgerungen verspricht sich der Minister auch eine Verlangsamung des demografischen Wandels und Hilfe gegen den Fachkräftemangel im Land. Die Wirtschaft solle eingebunden werden, kündigte Stahlknecht an. Die Eingebürgerten sollten auch Arbeit haben und zum Sozialversicherungssystem beitragen. Mit der Kampagne sollen Impulse für eine Einbürgerung gesetzt und die Zugewanderten ermuntert werden, “in ihrer neuen Heimat auch mit deutscher Staatsangehörigkeit zu leben”.

Geplant sind unter anderem eine landesweite Plakatierung, Flyer, Broschüren. Die Kampagne soll laut Stahlknecht auch helfen, die in Sachsen-Anhalt vorhandenen Vorurteile gegenüber Ausländern abzubauen, die Willkommenskultur zu fördern und die Aufnahmebereitschaft Sachsen-Anhalts signalisieren.

Logo für Kampagne gesucht

Zur Gestaltung eines Logos für die Kampagne wurde nun ein Wettbewerb gestartet, der sich an Grafiker, Privatpersonen, Vereine, aber auch Schulen und Hochschulen richtet. Das Siegerlogo soll mit 1.000 Euro prämiert und im Spätherbst präsentiert werden. Die Entwürfe können bis zum 28. September beim Innenministerium eingereicht werden. Ein Jury wird über die Preisvergabe entscheiden. Ihr gehören unter anderen die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Susi Möbbeck, die Leiterin des Magdeburger Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen, Annegret Laabs, und der Rektor der Burg Giebichenstein, Axel Müller-Schöll, an.

In Sachsen-Anhalt leben den Angaben zufolge 45.900 Ausländer. Davon sind 19.400 bereits mehr als acht Jahre im Land, was eine Voraussetzung für die Einbürgerung ist. Die neben den EU-Bürgern 7.000 weltweit Zugewanderten stammen hauptsächlich aus dem Irak, Syrien, Türkei, Ukraine und Vietnam, darunter viele Flüchtlinge. Die Zugewanderten sind meist zwischen 23 und 45 Jahre alt, es sind mehr Frauen als Männer darunter.

Veröffentlicht in: Politik | Schlagworte:

Vielen Dank!

Ihre Beschwerde

Vielen Dank!


Kommentare werden geladen ...