Mannheimer Reservekraftwerk GKM 3 wegen Kälte erstmals in Betrieb
Stuttgart/Mannheim (dapd-bwb). Wegen der anhaltenden Kältewelle und ausbleibender Gaslieferungen aus Russland ist am Mittwoch erstmals der Reserveblock 3 des Großkraftwerks Mannheim (GKM) ans Netz gegangen. Damit bleibe sichergestellt, dass der Strombedarf im Land gesichert sei und bei einem unerwarteten Ausfall eines Kraftwerks kein Engpass entstehe, sagte Baden-Württembergs Energieminister Franz Untersteller (Grüne).
Neben GKM 3 hätten die Netzbetreiber auch die Leistung zweier Kraftwerke aus Österreich angefordert.
Grund für den Einsatz des Reservekraftwerks ist laut Ministerium die ungewöhnliche Kältewelle und der dadurch erhöhte Strombedarf. Zusätzlich erschwert werde die Situation durch die unerwartet spärlichen Gaslieferungen aus Russland. Das GKM ist laut Betreiber eines der modernsten Steinkohlekraftwerke Deutschlands.
Nach der Abschaltung mehrerer Atomkraftwerke im vergangenen Jahr dienen zurzeit eine Reihe konventioneller Kraftwerke in Deutschland und Österreich als sogenannte Kaltreserve, auf die die Stromnetzbetreiber zurückgreifen können, um eventuell auftretende Versorgungsengpässe im Winter zu überbrücken.
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