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Zahl der arbeitslosen Baden-Württemberger im April gesunken

vom 02.05.2012 um: 11:27 Uhr | Quelle: dpa

Stuttgart (dapd-bwb). Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg ist im April wieder leicht gesunken. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte, ging sie gegenüber dem Vormonat um 1.050 auf 223.044 zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 4,0 Prozent. Vor einem Jahr gab es noch 12.060 mehr Beschäftigungslose, die Quote lag bei 4,2 Prozent.

Die Leiterin der Regionaldirektion, Eva Strobel, sagte: “Wir erleben derzeit in Baden-Württemberg eine Seitwärtsbewegung auf dem Arbeitsmarkt.” Die hohe Dynamik, die im vergangenen Jahr den Arbeitsmarkt bestimmt habe, setze sich nicht im gleichen Maße fort.

Ein Alarmzeichen sei dies jedoch nicht, denn Baden-Württemberg habe die niedrigste Arbeitslosenquote in einem April seit 21 Jahren. Es werde deutlich, dass Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung verstärkt werden müssten, um den sehr hohen Bestand an offenen Stellen besetzen zu können.

Baden-Württemberg liege mit seiner Arbeitslosenquote bei Erwachsenen nun wieder auf Rang 2 hinter Bayern (3,7 Prozent). Bei den Jugendlichen sei Baden-Württemberg mit 2,6 Prozent nach wie vor an der Spitze aller Bundesländer. Im April waren 17.565 Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, 933 weniger als im März, jedoch 59 mehr als noch vor einem Jahr.

Seit Jahresbeginn sind den Angaben zufolge 98.536 Stellen gemeldet worden, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 5 Prozent. Im Verhältnis zu den Arbeitslosen zeigten sich Engpässe vor allem in den Berufsbereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung wie auch im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. Besser sehe es in den Berufen im Bereich Verkehr, Logistik, Sicherheit sowie bei Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung aus.

Bei den Arbeitsagenturen waren im April mehr Lehrstellen als Ausbildungsbewerber gemeldet: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2011 stieg die Zahl der Stellen auf 62.480. Das sei ein plus von 9,0 Prozent gegenüber dem im Vorjahr. Den Stellen stehen rechnerisch 50.597 Ausbildungsbewerber gegenüber, 6,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Arbeitsministerin Katrin Altpeter (SPD) zeigte sich enttäuscht, dass die Jugendarbeitslosigkeit bei einem Angebot von über 78.000 offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent angestiegen sei. Der stärkere Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in den Wintermonaten habe in diesem Frühjahr nicht – wie in den Vorjahren üblich – wieder abgebaut werden können. “Viele Betriebe im Land suchen händeringend gute Fachkräfte. Die Ausbildung und Beschäftigung von jungen Menschen ist der beste Weg, den Fachkräftemangel von morgen zu verhindern”, betonte sie.

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) verwies auf die Fachkräfteallianz mit Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Organisationen als einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.

Veröffentlicht in: Wirtschaft | Schlagworte: ,

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