Zahlreiche Verletzte bei Unfällen auf glatten Straßen
München (dapd-bay). Überfrierende Nässe und Schnee haben die Straßen in Teilen Bayerns am Donnerstagmorgen in Rutschbahnen verwandelt. Bei weit mehr als hundert Unfällen wurden zahlreiche Personen verletzt. Meist blieb es aber bei Blechschäden.
Der schwerste Unfall ereignete sich in Niederbayern. Dort wurde bei einem Frontalzusammenstoß auf der B 388 bei Hebertsfelden eine Person eingeklemmt und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Eine weitere Person wurde schwer verletzt. Auf der A 3 durchbrach zudem ein Lastwagen auf spiegelglatter Fahrbahn die Mittelleitplanke. Dort musste in beiden Fahrtrichtungen jeweils die linke Fahrbahn gesperrt werden. Es kam zu Behinderungen.
Insgesamt kam es in Niederbayern bis zum Vormittag zu etwa 30 witterungsbedingten Unfällen. Zudem fiel der Unterricht an der Grund- und Mittelschule Riedenburg wegen Eisglätte aus. Der Transport der Schüler wäre zu gefährlich gewesen, hieß es.
Zahlenmäßiger Schwerpunkt war Mittelfranken, wo die Polizei in den Morgenstunden mehr als 70 Unfälle auf eisglatten Straßen zählte. Hier wurden elf Personen verletzt, niemand von ihnen schwer.
In der Oberpfalz kam es zu 38 witterungsbedingten Unfällen. Sieben Personen wurden verletzt, darunter auch zwei Fußgänger, die in Regensburg stürzten. In Unterfranken zählte die Polizei 25 Unfälle mit einigen Leichtverletzten. In Oberfranken gab es eine leichte Häufung, auch hier gab es keine schwereren Verletzungen. Aus dem nördlichen Teil Oberbayerns meldete die Polizei einige querstehende Lastwagen auf der B 16 sowie einzelne leichtere Glatteisunfälle.
In Schwaben zählte die Polizei etwa ein Dutzend witterungsbedingter Unfälle. Dort wurde allerdings mindestens eine Person schwer verletzt, als ein Fahrzeug von einer Windböe erfasst wurde und in den Gegenverkehr geriet. Ebenfalls der Wind war Auslöser eines kuriosen Unfalls in Rettenberg. Er wehte eine Christbaum gegen das Auto eines 32-Jährigen. Hier blieb es aber bei einem Sachschaden von 1.000 Euro.
Zunächst verschont blieben weite Teile Oberbayerns. Dort erwartete die Polizei aber im Laufe des Tages einsetzenden Schneefall. Parallel dazu sollte in den Alpen auch die Lawinengefahr ansteigen.
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