Neuer Hinweis im Fall der zerstückelten Frauenleiche vom Tollensesee
Neubrandenburg (dapd-lmv). Im Fall der zerstückelten, noch unidentifizierten Frauenleiche vom Neubrandenburger Tollensesee gibt es einen neuen Hinweis. Ein anonymer Anrufer hat sich zweimal über Polizeinotruf gemeldet und einen polnischen Frauennamen sowie als möglichen Täter “der Dicke” genannt, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. Diese Hinweise seien als relevant eingestuft worden. Ob sie die Ermittler auch auf eine heiße Spur gebracht haben, dazu wollte sich die Sprecherin nicht äußern.
In der kommenden Woche soll die Stimme über eine kostenlose Telefonnummer abgehört werden können. Die Ermittler seien sich sicher, dass jemand den Anrufer identifizieren könne. Man gehe davon aus, dass der Mann aus der Region stamme, angerufen hatte er jeweils von einem öffentlichen Telefon.
Der Mann nannte den Vornamen Irina und einen Nachnamen, dass die Frau eine “Hure” gewesen sei und “dem Dicken” das Geschäft abnehmen wollte. Beim zweiten Anruf sagte er: “Es war der Dicke.” Es könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass der Anrufer die Polizei einfach in die Irre führen wollte, um von sich oder einem anderen abzulenken, sagte die Sprecherin.
Erste Teile der Frauenleiche waren nach Neujahr am Ufer des Neubrandenburger Tollensesees gefunden worden. Den Ermittlungen zufolge hatte der Täter die zerstückelte Leiche nach Weihnachten vermutlich in Plastiktüten zum See getragen und dort ins Wasser geworfen.
Bei dem Opfer handelt es sich um eine Frau zwischen 25 und 55 Jahren, trotz Fingerabdrücke konnte sie noch nicht identifiziert werden. Auch ein Abgleich mit bundesweiten Vermisstenlisten und mit ähnlichen Fällen brachte die Polizei bisher nicht weiter. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten deshalb 2.500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.
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