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Rheinland-Pfalz könnte neuen Touristenrekord aufstellen

vom 28.10.2011 um: 15:44 Uhr | Quelle: dpa

Mainz (dapd-rps). Rheinland-Pfalz steht vor einem neuen Touristenrekord: Das Statistische Landesamt rechnet damit, dass der Höchststand von 7,9 Millionen Touristen aus dem Vorjahr im laufenden Jahr noch verbessert wird. Vielleicht werde 2011 sogar erstmals die Grenze von acht Millionen Übernachtungsgästen überschreiten, sagte der Präsident der Behörde, Jörg Berres, am Freitag in Mainz bei der Präsentation einer Analyse des Tourismus der vergangenen 20 Jahre. Hauptgrund sei die erfolgreiche Bundesgartenschau in Koblenz.

In den vergangenen 20 Jahren stieg die Zahl der Gäste den Angaben zufolge um knapp 30 Prozent, während die Übernachtungszahlen 2010 nur drei Prozent über denen von 1990 lagen. “Es ist ein klarer Trend zu kürzeren Aufenthalten zu erkennen”, analysierte Berres. Besonders drastisch fällt diese Entwicklung im Hunsrück aus. Dort stieg die Zahl der Gäste zwar um fast zwei Drittel, die Übernachtungen gingen aber um 6,6 Prozent zurück. Das liege vor allem am dortigen Flughafen Frankfurt-Hahn, erläuterte Berres.

Besonders profitiert vom Gästeboom haben laut Statistik die großen Hotels. Die Zahl der Betten stieg in den vergangenen 20 Jahren um sechs Prozent. Allerdings gibt es heute rund 20 Prozent weniger Betriebe.

Dass die Übernachtungszahlen in Rheinland-Pfalz dagegen seit zwei Jahrzehnten nahezu stagnierten, liege auch am zunehmenden Städtetourismus und an den neuen Urlaubsmöglichkeiten in den östlichen Bundesländern, sagte Berres. Das Niveau der Übernachtungszahlen in den neuen Bundesländern und in den Stadtstaaten liege fast 150 Prozent über denen von 1992. Dennoch könnten sich die Übernachtungszahlen der “typischen Tourismusgebiete” in Rheinland-Pfalz – Eifel, Mosel-Saar-Gebiet und Südpfalz – mit denen in anderen Touristengegenden wie Nord- und Ostsee oder dem Voralpenland messen.

Besonders bei Ausländern ist Rheinland-Pfalz als Reiseziel sehr beliebt. Mehr als ein Viertel der Gäste kommt von jenseits der deutschen Grenzen. Damit liegt das Land hinter dem mit Abstand führenden Berlin (40,9 Prozent ausländische Gäste) auf Rang zwei. Mehr als die Hälfte der ausländischen Übernachtungsgäste kommt aus den deutschen Nachbarländern Niederlande (35,9 Prozent) und Belgien (16 Prozent), gefolgt von Amerikanern (8,6 Prozent), Briten (7,4 Prozent) und Franzosen (3,4 Prozent).

Veröffentlicht in: Wirtschaft

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