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Kreispolizeibehörde Paderborn nimmt an landesweiten Geschwindigkeitskontrollen teil – Vergleichsweise wenige Verstöße festgestellt

vom 11.02.2012 um: 13:01 Uhr | Quelle: Polizei Presse

Kreis Paderborn (ots) – “Brems Dich – rette Leben!”

Am Freitag hat auch die Polizei im Kreis Paderborn, wie zum
Wochenbeginn angekündigt (siehe Pressebericht vom 06.02.12), an den
landesweiten Geschwindigkeitskontrollen der Kampagne “Brems dich
-Rette Leben!” teilgenommen. Obwohl die Beamten die Geschwindigkeit
von zahlreichen Autos gemessen hatten, wurde nur eine geringe Zahl an
Verstößen festgestellt.

“Wir wollen mit dieser Aktion ein Signal setzen”! so der Leitende
Polizeidirektor Andreas Krummrey, der selber an einer Messstelle auf
der Bundesstraße 64 mit vor Ort war. Krummrey: “Wir haben im Vorfeld
absichtlich auf die heutigen Kontrollen hingewiesen, um deutlich zu
machen, dass es der Polizei nicht um Knöllchen geht. Für uns steht
die Verkehrssicherheit im Vordergrund. Wir wollen jedem Autofahrer
klar machen, dass unangepasste Geschwindigkeit ursächlich für viele
schwere Verkehrsunfälle und verantwortlich für den Tod vieler
Verkehrsteilnehmer ist!”

Dabei sieht die Unfallentwicklung des letzten Jahres im Kreis
Paderborn insgesamt besser aus, als der Landestrend, wo es einen
deutlichen Anstieg der getöteten Verkehrsteilnehmer gab. Dennoch war
in 2011 auch im Kreisgebiet ein Verkehrstoter mehr zu beklagen, als
im Jahr zuvor (2010: 14 Verkehrstote). Die Zahl der Schwerverletzten
ist weiter rückläufig und war im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten
Stand seit Beginn der Unfallstatistik. Die Zahl der
Verkehrsteilnehmer, die leichte Verletzungen davon getragen haben,
ist im letzten Jahr leicht angestiegen.

Die Kreispolizeibehörde Paderborn hatte, unterstützt von Beamten
der Bielefelder Einsatzhundertschaft und von Messfahrzeugen der Stadt
Paderborn und der Kreisverwaltung Paderborn, am Freitagvormittag
gegen 09.30 Uhr auf zahlreichen Streckenabschnitten mit ihren
Tempokontrollen begonnen. Bis 19.15 Uhr wurde die Geschwindigkeit von
23977 Autos gemessen. 183 Autofahrerinnen und Autofahrer waren dabei
zu schnell. In den meisten Fällen mussten die Temposünder ein
Verwarnungsgeld bezahlen. Die vergleichsweise geringe Zahl an
Geschwindigkeitsüberschreitung wurde von der Polizei sehr positiv
aufgenommen. Krummrey: “Heute war ein guter Tag für die
Verkehrssicherheit. Mit der Aktion haben wir unser Ziel erreicht.
Bedingt durch die zahlreichen Kontrollaktivitäten sind die
allermeisten Autofahrer diszipliniert und mit angepasster
Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Das Risiko in einen schweren
Verkehrsunfall verwickelt zu werden, konnte erheblich gesenkt
werden.”

Einen Überwachungsschwerpunkt bildete die Bundesstraße 64, die im
westlichen Kreisgebiet von Schloß Neuhaus aus in das Kreisgebiet nach
Gütersloh führt und auf der östlichen Seite Paderborn mit dem Kreis
Höxter verbindet. Dabei hatte die Polizei in Paderborn ihre
Kontrollen auf der B 64 mit den Kollegen in Höxter abgestimmt, die
ebenfalls einen Kontrollschwerpunkt auf diese Strecke gelegt hatten.

Auf der gesamten Bundesstraße hatte es im letzten Jahr im Kreis
Paderborn einen starken Anstieg der schweren Verkehrsunfälle gegeben,
die durch zu hohe Geschwindigkeit verursacht worden waren. Während
die Polizei im Jahr 2010 (2009: 9, 2008: 9) zehn
Geschwindigkeitsunfälle mit Verunglückten registriert hatte, mussten
dort im vergangenen Jahr 20 schwere Unfälle nach Tempoverstößen
verzeichnet werden.

Als ausgesprochen positiv bewertet die Polizei in diesem
Zusammenhang aber die so genannte “2+1-Streckenführung”. Nachdem die
Bundesstraße zwischen Paderborn und Altenbeken vor vier Jahren auf
drei Fahrstreifen ausgebaut worden war, ist die Gesamtzahl der
Verkehrsunfälle auf diesem Abschnitt um über zwanzig Prozent
zurückgegangen. In den Jahren 2005 bis 2007 wurden noch 262
Verkehrsunfälle registriert. Nach dem Umbau ist die Zahl der Unfälle
in den Jahren 2008 bis 2010 auf 208 Unfälle gesunken. Im letzten Jahr
konnte ein weiterer Rückgang verzeichnet werden. 2011 musste die
Polizei 45-mal zu einer Unfallstelle auf der Bundesstraße zwischen
der Warburger Straße und Buke fahren.

In ganz Nordrhein-Westfalen war am Freitagmorgen um 06.00 Uhr der
“24-Stunden-Blitz-Marathon” gestartet worden. Alle Polizeibehörden
und viele Kommunen waren landesweit an 1400 Kontrollstellen gegen
Raser vorgegangen.

Grund für die Schwerpunktaktion war die landesweit deutlich
gestiegene Zahl an Verkehrstoten im vergangenen Jahr. Nach der
Auswertung der Unfälle war festgestellt worden, dass die meisten
schweren Verkehrsunfälle durch zu hohe Geschwindigkeit verursacht
worden waren. Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales, hatte
schon im letzten Jahr deutlich gemacht, dass zu schnelles Fahren nach
wie vor der Killer Nr. 1 auf den Straßen ist.

Die Polizei hat bereits weitere intensive Kontrollen für die
nächsten Wochen angekündigt. Die Autofahrer sollen damit nachhaltig
zu einer Verhaltensänderung bewegt werden, um das
Geschwindigkeitsniveau auf unseren Straßen dauerhaft zu verringern.
Die Fahrzeugführer sollen durch die Kampagne der NRW-Polizei zum
Nachdenken gebracht werden. Sie sollen erkennen wie häufig sie
tödliche Risiken im Straßenverkehr eingehen.

Kampagnenlogo zum Download beigefügt.

Rückfragen bitte an:

Der Landrat als
Kreispolizeibehörde Paderborn
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -
Riemekestraße 60- 62
33102 Paderborn

Veröffentlicht in: Polizeimeldungen

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