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GDL bestreikt Hohenzollerische Landesbahn

vom 18.05.2011 um: 11:07 Uhr | Quelle: dapd
Wirtschaft Pfinztal GDL bestreikt Hohenzollerische Landesbahn

Mannheim (dapd-bwb). Die Lokführergewerkschaft GDL setzt im Tarifkonflikt mit den privaten Bahnbetreibern die Streiks auch in Baden-Württemberg fort. Am Mittwoch wurden seit 9.00 Uhr der Ringzug der im Südosten von Baden-Württemberg eingesetzten Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) bestreikt, wie ein Gewerkschaftssprecher auf dapd-Anfrage sagte. Zunächst seien fünf Züge zwischen Trossingen und Villingen betroffen. Die Gewerkschaft gehe davon aus, dass im Laufe des Tages mehr Züge blockiert würden.

Das Ende der Aktion stand am späten Vormittag noch nicht fest. Das hänge von der Reaktion der Arbeitgeber ab, wie der Sprecher sagte. Die HzL verweigere trotz massiver Arbeitskämpfe der GDL im März, April und Mai weiter jegliches Angebot zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen, hieß es.

Den Lokführern gehe es vor allem um eine soziale Absicherung bei berufsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit sowie um Schutz vor Arbeitslosigkeit und Lohneinbußen bei einem Betreiberwechsel. Ein weiteres Problem seien die “gravierenden Einkommensunterschiede” bei der HzL: Der Einstiegslohn für Lokführer inklusive Zulagen liege im Jahr um rund 2.000 Euro unterhalb der einheitlichen Rahmenregelungen von knapp 33.000 Euro, die die GDL bereits für 90 Prozent aller Lokführer abgeschlossen habe. Nach 25 Jahren Berufserfahrung liege der Jahreslohn sogar um 5.000 Euro darunter.

“Wir haben einen langen Atem. Deshalb sollte die HzL den Tarifkonflikt nicht noch länger eskalieren lassen, sondern sich schnellstens mit uns an den Verhandlungstisch setzen”, erklärte der Vorsitzende des GDL-Bezirks Süd-West, Thorsten Weske.

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