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Gefährlicher Virus: EHEC Infektion breitet sich aus

vom 24.05.2011 um: 10:28 Uhr | Quelle: Redaktion meinestadt.de

In Deutschland breitet sich der lebensbedrohliche Darmkeim aus: Krämpfe, Erbrechen, Blutungen – die Liste der Symptome einer schweren EHEC-Infektion ist lang. Mindestens 40 Menschen leiden zurzeit akut unter einem dramatischen Verlauf.

Mehr als 200 Menschen sollen sich insgesamt schon mit dem lebensgefährlichen Darmkeim Ehec angesteckt haben. Mehrere schwebten am Montag in Lebensgefahr. Gesundheitsbehörden suchen nach der Quelle des Keims. Der Nachweis einer Infektion dauert recht lange.

In Deutschland werden jährlich rund 1000 EHEC-Fälle gemeldet, allerdings ist der neue Erreger deutlich aggressiver als bisherige Formen. Die Zahl der schweren Verläufe in einem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich, auch die betroffenen Altersgruppen sind untypisch. Aktuell sind vor allem Erwachsene, überwiegend Frauen, betroffen. Zu anderen Zeiten entwickeln vorwiegend Kinder dieses schwere Krankheitsbild: Im Jahr 2010 zum Beispiel wurden dem Robert Koch-Institut 65 HUS-Fälle übermittelt, 6 Betroffene waren älter als 18 Jahre.

Was ist EHEC?

EHEC steht für “Enterohämorrhagische Escherichia coli”. Das Vollbild der Infektion ist charakterisiert durch akutes Nierenversagen, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einen Mangel an Blutplättchen.

Wie kann man sich anstecken?

Die das HUS verursachenden EHEC-Bakterien werden direkt oder indirekt vom Tier auf den Menschen übertragen. Als Reservoir gelten Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe, Ziegen. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt fäkal-oral, wobei die Erregeraufnahme über den Kontakt mit Tierkot, über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser erfolgt, aber auch durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch (Schmierinfektion). Allerdings gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass rohes Fleisch oder Rohmilch, die in Zusammenhang mit EHEC häufig als Überträger-Lebensmittel identifiziert werdendie Ursache des aktuellen Ausbruchs darstellen.

Wie schützt man sich?

Bisher konnte kein konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert werden. Verbraucher können das Risiko einer EHEC-Infektion aber minimieren, indem sie alle Lebensmittel vor dem Verzehr ausreichend erhitzen (Kerntemperatur mindestens 70°C für 10 Minuten). Alle Personen mit Durchfall sollten darauf achten, dass strikte Hände-Hygiene eingehalten wird, insbesondere gegenüber Kleinkindern und immungeschwächten Personen.

Weitere Informationen finden Sie hier auf den Info-Seiten des Robert-Koch-Institut

Quelle: Robert Koch-Institut.

Veröffentlicht in: Stadtgeschehen | Schlagworte:

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