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Konjunktur in Baden-Württemberg schwächelt in erster Jahreshälfte

vom 27.04.2012 um: 15:26 Uhr | Quelle: dapd

Stuttgart (dapd-bwb). Die Konjunktur in Baden-Württemberg kühlt sich in der ersten Hälfte dieses Jahres ab. Im ersten Quartal 2012 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,75 Prozent erwartet, im zweiten Quartal von 1,0 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mitteilte. Für die zweite Jahreshälfte rechnen die Statistiker mit einer “neuen Belebung” der Wirtschaft. Zahlen wurden allerdings nicht genannt.

Die Präsidentin des Landesamtes, Carmina Brenner, sprach von einer “Abschwächung auf hohem Niveau” in den ersten beiden Quartalen. Das sei eine “ganz normale, zyklische Abschwächung”. Im vergangenen Jahr war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Südwesten um 4,4 Prozent gestiegen. Laut einer Prognose vom Dezember rechnen die Statistiker für das gesamte Jahr 2012 mit einem Plus von 1,5 Prozent.

Zwtl.: Rückläufige Tendenz bei Auftragseingängen

Brenner sagte weiter, die von Wirtschaftsindikatoren ausgehenden Signale seien unterschiedlich. So gebe es etwa in einigen Wirtschaftsbereichen bei den Auftragseingängen aus dem In- und Ausland eine rückläufige Tendenz. Im Verarbeitenden Gewerbe beispielsweise lagen die inländischen Auftragseingänge der Statistikerin zufolge zwischen Dezember und Februar 4,0 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Das lasse erwarten, dass sich die Nachfrage weiter abschwäche. Fahrzeughersteller hingegen erzielten nach wie vor steigende Inlandsumsätze.

Positive Signale gibt es laut Brenner vom Arbeitsmarkt: Im März betrug die Arbeitslosenquote 4,0 Prozent, das ist im Vergleich zu Dezember ein saisonal bedingter Anstieg um 0,3 Punkte. Die Arbeitslosigkeit bewege sich aber auf “niedrigem Niveau”.

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) sagte angesichts der unterschiedlichen Wirtschaftsindikatoren: “Wir dürfen die Risiken für die Weltwirtschaft nicht kleinreden, aber auch keine Krise herbeireden”. Vor allem freue er sich über die positiven Signale auf dem Arbeitsmarkt.

Veröffentlicht in: Wirtschaft

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