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Landkreis will Sicherheit an Steilküsten verbessern

vom 02.02.2012 um: 20:24 Uhr | Quelle: dapd
Umwelt Ribnitz-Damgarten Landkreis will Sicherheit an Steilküsten verbessern

Grimmen (dapd-lmv). Nach den Küstenabbrüchen auf der Insel Rügen haben der Landkreis Vorpommern-Rügen und das Umweltministerium über eine Verbesserung der Sicherheit an Steilküsten beraten. Der Landrat des Kreises, Ralf Drescher (CDU), traf sich am Donnerstag in Grimmen mit Vertretern des Ministeriums, von Behörden, Ämtern und Gemeinden, wie der Landkreis mitteilte.

“Es ist nicht in unserem Interesse, ganze Küstenbereiche abzusperren”, sagte Drescher. “Zeitweilige Sperrungen an ausgewählten Stellen können nur die Ausnahme sein.” Anlass für die Zusammenkunft war der Tod eines zehn Jahre alten Mädchens bei einem Küstenabbruch am 26. Dezember am Kap Arkona.

Drescher forderte das Umweltministerium auf, zu prüfen, ob weitere Schutzmaßnahmen an den gefährdeten Steilküsten möglich seien. Es müsse etwa untersucht werden, ob die Steinbefestigung am Hangfuß auf Höhe der Königstreppe am Kap Arkona verlängert werden könne. Zudem sollten auch am Kap Aufnahmen mittels Lasertechnik gemacht werden, um Sicherheitsrisiken erkennen zu können.

Drescher kündigte an, dass der Landkreis Vorpommern-Rügen auch künftig sehr restriktiv mit Baugenehmigungen im Küstenbereich umgehen wird. Dadurch solle verhindert werden, dass Neubauten in potenziell gefährdeten Gebieten errichtet würden. Gebiete, für die es bereits Bebauungspläne gibt und die entsprechend genutzt würden, sollen nach und nach überprüft werden.

Außerdem wollen Land und Landkreis verstärkt über die Gefahren an den Steilküsten aufklären. So solle es etwa geführte Wanderungen und ab Mai eine Ausstellung geben, hieß es. Das Land werde den Gemeinden zudem Informationsmaterial zu Verfügung stellen.

Nach dem Willen des CDU-Politikers sollen noch weitere Beratungen zur Sicherheit an Steilküsten folgen. Es gebe noch offene Fragen, die mit Umweltminister Till Backhaus (SPD) besprochen werden müssten.

Die zehn Jahre alte Katharina aus Brandenburg war am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Küstenabbruch verschüttet worden. Mutter und Schwester erlitten Verletzungen. Die Leiche des Mädchens wurde am Dienstag am Strand von Kap Arkona entdeckt.

Veröffentlicht in: Umwelt

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