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GDL bezeichnet 60-stündigen Ausstand bei ODEG als Erfolg

vom 21.04.2011 um: 11:51 Uhr | Quelle: dapd

Berlin (dapd-bln). Der 60-stündige Ausstand der Lokführer bei Privatbahnen ist am Donnerstagmorgen beendet worden. Alle Züge führen wieder laut Fahrplan, teilte die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) auf Anfrage mit. Auf mehreren Strecken der privaten Bahngesellschaft in Brandenburg und Berlin war es seit Montagnachmittag zu Zugausfällen gekommen.

Mit dem neuerlichen Ausstand wollte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Druck auf die privaten Arbeitgeber erhöhen. GDL-Bezirkschef Frank Nachtigall zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis des Streiks. Nach seinen Schätzungen seien rund 70 Prozent der Züge ausgefallen oder durch Busse ersetzt worden.

Bis 1. Mai werde es keine weiteren Streiks geben. “Wir werden die Arbeitgeber auffordern, an den Verhandlungstisch zu kommen”, kündigte Nachtigall an. Sollten sie bis dahin nicht reagieren, seien weitere Arbeitskampfmaßnahmen wahrscheinlich.

Mit der Deutschen Bahn hatte sich die GDL in der vergangenen Woche auf ein umfassendes Gesamtpaket für die dort beschäftigten rund 20.000 Lokführer geeinigt. Vereinbart wurden ein Rahmentarifvertrag im Personen- und Güterverkehr sowie Verbesserungen bei den Einkommen und der betrieblichen Altersversorgung. Nach GDL-Angaben verweigern die Privatbahnen nach wie vor ein Angebot zu inhaltsgleichen Rahmentarifverträgen für Lokomotivführer.

Veröffentlicht in: Verkehr, Wirtschaft | Schlagworte: ,

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