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Pannen im AKW Cattenom beschäftigen Nachbarländer

vom 10.02.2012 um: 17:15 Uhr | Quelle: dapd
Politik Saarbrücken Pannen im AKW Cattenom beschäftigen Nachbarländer

Saarbrücken (dapd-rps). Im französischen Atomkraftwerk Cattenom haben sich binnen 24 Stunden erneut zwei Störfälle ereignet. Ein Defekt an einem Generator führte in der Nacht zum Freitag zur automatischen Abschaltung von Block 2. Nachdem bereits Mitte Januar ein Störfall auf der internationalen Sicherheitsskala mit Stufe 2 – Ausfall von Sicherheitsvorkehrungen – eingestuft worden war, haben die Fraktionen im saarländischen Landtag am Freitag übereinstimmend gefordert, Cattenom abzuschalten.

Der französische Energiekonzern EDF habe das saarländische Umweltministerium über die beiden neuen Zwischenfälle informiert, teilte der Chef der saarländische Staatskanzlei und Umweltminister Andreas Storm (CDU) in Saarbrücken mit. In der Nacht zum Freitag habe sich gegen 2.45 Uhr Block 2 automatisch abgeschaltet. Ursache sei ein technischer Defekt in einem Generator gewesen, der sich im nicht-nuklearen Bereich der Anlage befinde. Zudem habe die EDF einen Rauchaustritt an der Pumpstation der Blöcke 3 und 4 gemeldet, der unter Kontrolle gebracht worden sei.

Storm forderte den Betreiber des AKW als Konsequenz aus den neuerlichen Störfällen zu einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung aller vier Blöcke auf. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Energieministerin Eveline Lemke (Grüne) belegen die neuerlichen Störfälle, dass Cattenom “pannenanfällig” sei und es “allerhöchste Zeit” sei, das Atomkraft vom Netz zu nehmen.

Im Saarland bestehe über Fraktionsgrenzen hinweg Einigkeit, dass es für die Großregion besser wäre, das Atomkraftwerk vom Netz zu nehmen, sagte der Vorsitzende des Umweltausschusses, Karl-Josef Jochem (FDP), nach einer Sitzung des Gremiums in Saarbrücken, das sich auch mit dem Störfall vom 18. Januar beschäftigt hatte. Er schlug zugleich vor, in der Landtagssitzung kommende Woche mit einer fraktionsübergreifenden Resolution dieser Forderung Nachdruck zu verleihen.

Veröffentlicht in: Politik

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