Zwei Polizisten bei Massenschlägerei nach Rosenmontagszug verletzt
Saarbrücken (dapd-rps). Eine Auseinandersetzung auf einer Karnevalsfeier in Saarbrücken-Burbach ist zu einer Massenschlägerei ausgeartet. Zwei Polizisten wurden dabei am Rosenmontag verletzt, einer davon schwer, wie ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage sagte. Rund 40 Narren prügelten sich am Abend zunächst untereinander. Danach gingen sie auf Beamte los, die schlichten wollten. Ein Polizist wurde auf den Kopf geschlagen und zu Boden gerissen. Anschließend traten die Täter mehrfach auf ihn ein. Eine Polizistin wurde leicht verletzt.
Dutzende Einsatzkräfte rückten an, um die Menge zu beruhigen. Auch Polizeihunde kamen den Angaben zufolge zum Einsatz. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter im Alter von 25 und 27 Jahren wurden in Gewahrsam genommen. Sie erlitten leichte Verletzungen durch Hundebisse. Wie es zu dem Streit kam, blieb zunächst unklar. Vermutlich sei viel Alkohol im Spiel gewesen, sagte der Sprecher.
Bereits am Nachmittag wurde bei einer Messerstecherei ein Mann leicht verletzt. Zwei Personen wurden daraufhin vorläufig festgenommen. Ein elfjähriges Kind erlitt eine Platzwunde, als es einen Schokoriegel gegen den Kopf bekam. Insgesamt sei der Rosenmontag aber sehr ruhig verlaufen, sagte der Sprecher.
Zum größten Rosenmontagszug des Saarlands waren rund 130.000 Besucher nach Saarbrücken gekommen. 1.340 Narren zogen mehrere Stunden lang durch den Stadtteil Burbach.
Zu kleineren Zwischenfällen kam es auch beim Rosenmontagszug in Schmelz (Landkreis Saarlouis). Dort verprügelte ein 15-Jähriger einen 14-Jährigen. Er wurde von der Polizei nach Hause gebracht. Bei einem 20-Jährigen wurde eine geladene Schreckschusspistole sichergestellt. Auf einer Karnevalsparty kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Besuchern, Sicherheitskräften und der Polizei, verletzt wurde aber niemand. Zwei Männer wurden in Schmelz zum Ausnüchtern in Gewahrsam genommen.
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