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IG Metall will von Rekordergebnissen der Unternehmen profitieren

vom 25.01.2012 um: 14:30 Uhr | Quelle: dapd
Wirtschaft Sindelfingen IG Metall will von Rekordergebnissen der Unternehmen profitieren

Sindelfingen (dapd-bwb). Kurz vor der nächsten Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie bringen sich die Tarifparteien in Stellung. Als bundesweit erste sprach sich die Große Tarifkommission der IG Metall in Baden-Württemberg am Mittwoch in Sindelfingen für eine Lohnerhöhung um bis zu 6,5 Prozent aus. Im März läuft die bisherige Tarifregelung in der Branche deutschlandweit aus.

IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann sagte: “In den kommenden Wochen wird es vergoldete Bilanzen und reihenweise Rekordergebnisse zu melden geben.” Die Beschäftigten forderten lediglich “ihren fairen Anteil an dem, was durch ihre Arbeit erwirtschaftet wurde”.

Die höchste Forderung seit dem Jahr 2000 hatte der IG-Metall-Bezirk 2008/09 aufgestellt. Damals verlangte die Gewerkschaft eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um acht Prozent. In den Verhandlungen wurde dann eine Steigerung um insgesamt 4,2 Prozent erzielt.

Mit ihrer Empfehlung orientieren sich die Metaller auch an der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie. “Die Erwartungshaltung ist geprägt durch den Stahlabschluss”, sagte Hofmann. Die Tarifpartner hatten sich auf eine Lohnsteigerung für die rund 750.000 Beschäftigten der Branche ab 1. Dezember 2011 um 3,8 Prozent geeinigt. Hier war die IG Metall mit einer Forderung von sieben Prozent in die Verhandlungen gestartet.

Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber hatte den Arbeitgebern in einem Zeitungsinterview bereits eine harte Gangart angekündigt. “Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Arbeitgeber gerade den Tabukatalog aus den 70er Jahren reanimieren”, sagte er der “Stuttgarter Zeitung” (Mittwochausgabe). “Wenn die Arbeitgeber bei dieser Position bleiben, wird es eben scheppern”, fügte er hinzu.

Nach der Empfehlung der Tarifkommission muss nun am 7. Februar der IG-Metall-Vorstand eine Empfehlung aussprechen. Am 24. Februar will sich die IG Metall bundesweit auf eine Forderung festlegen.

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