Söder rechnet nicht mit Atomendlagern in Bayern
Berlin (dapd). Der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) rechnet nicht mit der Einrichtung von Atomendlagern in Bayern. Bisher durchgeführte Untersuchungen hätten gezeigt, dass die geologischen Voraussetzungen für eine sichere Lagerung vom Atommüll nicht gegeben seien, sagte Söder am Dienstag im ZDF-”Morgenmagazin”.
Zwar gebe es in Bayern Gesteinsformationen wie Ton oder Granit, die grundsätzlich für Endlager infrage kämen. Die Gesteinsschichten seien aber anders als etwa in Niedersachsen nicht dick genug. Ein Endlager wäre in diesem Fall nicht sicher, fügte der CSU-Politiker hinzu.
Dennoch sollen laut Söder auch in Bayern erneut Untersuchungen durchgeführt werden, um letztlich eine transparente und für alle akzeptable Entscheidungsbasis zu haben.
Nach dem am Montag von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 beginnt verstärkt die Suche nach geeigneten Endlagerstätten. Die von der Bundesregierung eingesetzte Ethikkommission schlug eine Untersuchung von Alternativen zum Salzstock Gorleben vor.
Veröffentlicht in: Politik, Umwelt | Schlagworte: Atomkraft, Atomlager
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