Saar-Linke halten CDU und SPD für unglaubwürdig
Wallerfangen (dapd-rps). Mit scharfen Angriffen gegen CDU und SPD hat Linke-Spitzenkandidat Oskar Lafontaine seine Partei beim Politischen Aschermittwoch auf die Landtagswahl am 25. März eingeschworen. SPD-Chef Heiko Maas müsse seine Koalitionsaussagen zugunsten der CDU noch einmal überdenken, sagte Lafontaine in der “Walderfingia”-Halle Wallerfangen. Dabei könne nur eine starke Linke die SPD zum Umdenken bringen. Fraktionschef Gregor Gysi bekräftigte die Kritik seiner Partei an der Nominierung von Joachim Gauck als Bundespräsident.
Lafontaine warf sowohl CDU als auch SPD Unglaubwürdigkeit vor. Die CDU habe in ihrer Amtszeit die Schulden des Landes “maßlos in die Höhe getrieben”. Wenn jetzt Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer mit dem Slogan werbe, sie wolle “eine Zukunft ohne Schulden”, habe das mit Glaubwürdigkeit nichts zu tun. Zugleich warf Lafontaine der SPD vor, sich im Wahlkampf zwar für Mindestlöhne und Leiharbeitsbegrenzung einzusetzen, die aber mit der CDU nicht umsetzbar wären.
Lafontaine griff SPD-Landeschef Heiko Maas wegen dessen Ablehnung einer Zusammenarbeit mit den Linken an. Wenn Maas den Linken vorwerfe, nicht regierungsfähig zu sein, sei das so, “als würde der Lehrling dem Meister sagen, er habe das Handwerk verlernt”.
Zuvor hatte Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi die Kritik seiner Partei am Verfahren bei der Nominierung Gaucks zum Kandidaten um das Amt des Bundespräsidenten bekräftigt. Mit dem Ausschluss der Linke bei der Kandidatenfindung sei “ein Teil des Volkes ausgeschlossen” worden.
Veröffentlicht in: Politik | Schlagworte: Die Linke, Landtagswahl, Neuwahl


