Weimar

in Nachrichten
ENTDECKEN
zurück

Machnig mit Energiepolitik des Koalitionspartners unzufrieden

vom 02.01.2012 um: 12:03 Uhr | Quelle: dpa

Erfurt (dapd-lth). Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat mit Blick auf die zweite Hälfte der Legislaturperiode einen Fahrplan gefordert. Die SPD werde die CDU 2012 antreiben, um unter anderem bei den Themen Energiewende und Niedriglohn weiter voranzukommen, sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Beim Thema Energiewende griff der Minister den Koalitionspartner scharf an. Er werde Verzögerungen nicht hinnehmen. Außerdem äußerte er sich zufrieden über die wirtschaftlichen Aussichten des Landes.

“Ich habe einen Koalitionspartner, der glaubte, die Energiewende mit vollziehen zu müssen, weil die öffentliche Meinung so war”, sagte Machnig. Das Engagement lasse jetzt allerdings zu wünschen übrig. “Ich werde nicht akzeptieren, dass Leute da auf der Bremse stehen und damit den notwendigen Strukturwandel im Bereich der Energiepolitik und damit auch Beschäftigungs-, Erwerbs- und Einnahmechancen gerade für strukturschwache Gebiete verhindern.”

Trotz Eurokrise glaubt der Ressortchef daran, dass die Wirtschaft im Freistaat auch 2012 weiter wachsen wird. “Die Euro-Krise ist schon eine erhebliche Belastung für die Wirtschaft”, sagte er. “Trotzdem glaube ich, dass wir auf Wachstumspfad bleiben und dass wir weiter auch den Beschäftigungsaufbau vorantreiben werden.”

Das Jahr 2011 sei wirtschaftlich besonders erfolgreich gewesen, sagte Machnig. “Wir haben die höchste Investitionsquote seit zwölf, dreizehn Jahren.” Insgesamt seien 270 Millionen Euro für die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstrukturen ausgegeben worden. Das Gesamtvolumen der Investitionen in die Thüringer Wirtschaft lag seinen Angaben zufolge 2011 bei 1,5 Milliarden Euro.

Veröffentlicht in: Politik, Wirtschaft | Schlagworte:

Vielen Dank!

All form fields are required.

Ihre Beschwerde

Vielen Dank!

Kommentare werden geladen ...