Morlok mahnt Einigkeit Europas bei Atomkraftwerks-Sicherheit an
Dresden/Berlin (dapd-lsc). Der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) hat bei den Sicherheitsstandards in Atomkraftwerken ein einheitliches Vorgehen in Europa angemahnt. Nur eine einheitliche Vorgehensweise, an die sich alle Länder halten müssten und die für alle Kernkraftwerke gelte, sei in der Öffentlichkeit nachvollziehbar und glaubwürdig, sagte Morlok am Freitag im Bundesrat in Berlin.
Aus sächsischer Sicht mache es keinen Unterschied, ob über das Kernkraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg oder das im französischen Fessenheim gesprochen werde. “Sie scheinen beide gleich weit entfernt von Sachsen”, betonte der Minister. Er wies auch darauf hin, dass mehr Sicherheit teuer sei. Bei der Diskussion über zukünftige Energieträger dürften Arbeitsplätze und Strompreise nicht aus den Augen verloren werden.
Außerdem sagte Morlok zur Abscheidung und unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid, eine von vornherein vereinbarte Ausstiegsklausel bei der Erprobung von CCS-Technologien, wie es jetzt angedacht sei, lehne er ab. Wenn auf Braunkohle gesetzt werde, müsse auch über eine Lösung der Kohlendioxid-Frage nachgedacht werden.
Veröffentlicht in: Politik | Schlagworte: Atomkraft
Vielen Dank!
Ihre Beschwerde
Vielen Dank!

