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DGB fordert neue Prioritäten im kommenden Doppelhaushalt

vom 10.07.2012 um: 13:35 Uhr | Quelle: dapd

Dresden (dapd-lsc). Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Sachsen fordert im kommenden Doppelhaushalt des Landes mehr Ausgaben für die Bildung. 2013/2014 sei eine Bildungs- und Ausbildungsoffensive für Fachkräfte nötig, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende, Markus Schlimbach, am Dienstag in Dresden. Im bundesweiten Vergleich gerate Sachsen sonst ins Hintertreffen.

Der DGB verweist auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zur sozialversicherungspflichtigen Arbeit. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahr in Sachsen nur um 1,5 Prozent, im Bundesdurchschnitt und im Vergleich der ostdeutschen Länder waren es 2,4 und 1,7 Prozent. Im April gingen demnach im Freistaat knapp 1,45 Millionen Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach.

Eine Ursache für den verhältnismäßig geringen Anstieg in Sachsen sei der anhaltende Personalabbau in der Bildung. Dort seien im Jahresvergleich 3.200 Arbeitsplätze weggefallen (minus 3,9 Prozent). Auch in anderen Dienstleistungsbranchen sei ein Rückgang der Beschäftigung zu verzeichnen.

“Der Sparkurs der Staatsregierung schlägt sich bei der Beschäftigung nieder”, sagte Schlimbach. Die verfehlte Haushaltspolitik sei Ursache für ein deutlich geringeres Wachstum. Am Nachmittag will die Staatsregierung ihren Entwurf für den kommenden Doppelhaushalt vorstellen.

Veröffentlicht in: Bildung, Politik

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