Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Wasserschutzpolizei und Nationalparkverwaltung vereinbart
Wilhelmshaven (ots) – Nach der Neuorganisation der
Wasserschutzpolizei Niedersachsen Anfang 2011 wurde ihre
Führungsdienststelle im Herbst 2011 von Oldenburg nach Wilhelmshaven
verlegt. Jetzt wird von Wilhelmshaven aus der gesamte
wasserschutzpolizeiliche Einsatz an der niedersächsischen
Nordseeküste über die Standorte Emden, Wilhelmshaven, Brake und Stade
gesteuert. Angegliedert ist darüber hinaus die
Wasserschutzpolizei-Leitstelle in Cuxhaven als Teil des Maritimen
Sicherheitszentrums.
Für die seit Jahren bestehende gute und enge Zusammenarbeit von
Wasserschutzpolizei und der Verwaltung des Nationalparks
“Niedersächsisches Wattenmeer” ergeben sich durch die jetzt
entstandene Nachbarschaft beider Institutionen am Standort
Wilhelmshaven neue Perspektiven. Vertreter beider Institutionen
trafen sich daher Anfang diesen Monats auf Leitungsebene um zu
erörtern, wie die Zusammenarbeit noch effektiver gestaltet werden
kann.
“Unser Nationalpark stellt wegen seiner Ausdehnung und der oft
schwierigen Erreichbarkeit eine große Herausforderung für Überwachung
und Kontrolle dar. Eine enge Zusammenarbeit mit der
Wasserschutzpolizei ist daher von größter Bedeutung für einen
verbesserten Schutz des Gebietes”, so der Leiter der
Nationalparkverwaltung, Peter Südbeck.
Jetzt wurde ein Bündel von gemeinsamen Maßnahmen und abgestimmten
Aktionen vereinbart. So soll ein ständiger Erfahrungs- und
Lageaustausch stattfinden. Die Bereitstellung von Kartenmaterial zu
besonders sensiblen Bereichen und Störungsschwerpunkten soll den
gezielten Einsatz der Polizeikräfte vor Ort unterstützen. Das
Dunkelfeld der Verstöße – was passiert tatsächlich und wo – soll
aufgeklärt werden und daraus vorrangig Maßnahmen präventiver Art zum
Schutz der Natur entwickelt werden. Über regelmäßige Treffen vor Ort
von Wasserschutzpolizei, örtlicher Polizei, Nationalparkwacht und
Gebietsverantwortlichen der Nationalparkverwaltung soll die
Einhaltung der Schutzbestimmungen auch an Land verbessert werden.
Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung werden zukünftig an
Streifenfahrten der Wasserschutzpolizei teilnehmen und an erkannten
Brennpunkten insbesondere im Bereich der Inseln werden gemeinsame
Schwerpunktaktionen, ggfs. unter Beteiligung von Kräften der
Bereitschaftspolizei, durchgeführt werden. Ein gemeinsames und
abgestimmtes Handeln u.a. bei Themen wie der Überwachung Kitesurfer
und der Einhaltung der Betretungs- und Befahrensregelungen wird noch
stärker als bisher in den Fokus der Arbeit treten.
“Wir werden in der Zukunft noch planmäßiger und strukturierter
gemeinsam vorgehen. Durch die vereinbarten Aktivitäten werden nicht
nur Synergien entstehen, sondern bestehende Defizite im Wissen und im
Handlungsspielraum werden kompensiert. Wir werden gemeinsam alles
tun, um die Natur vor Schaden zu bewahren.”, so der Direktor
Wasserschutzpolizei Niedersachsen, Thomas Simson./hof
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