Ermittler: Wismarer Bauunternehmer war Kopf eines Drogendealerrings
Schwerin/Wismar (dapd-lmv). Ein 37 Jahre alter Bauunternehmer aus Wismar soll seit Jahren einen gut organisierten Drogendealerring geleitet haben. Bei einer Razzia am Donnerstag seien er sowie zwei weitere Hauptbeschuldigte festgenommen und landesweit 34 Wohnungen und Büros durchsucht worden, teilten Staatsanwaltschaft und Zollfahndung am Freitag in Schwerin mit. Mehr als 250 Ermittler seien im Einsatz gewesen. Neben Rauschgift seien auch 210.000 Euro Drogengeld, drei Schusswaffen sowie fünf hochwertige Autos beschlagnahmt worden.
Der Drogendealerring soll von dem Unternehmer, dem 37-jährigen Prokuristen der Baufirma sowie einen 49 Jahre alten Mann aus Demmin geleitet worden sein. Diese drei Personen sitzen seit ihrer Festnahme am Donnerstag in Untersuchungshaft. Insgesamt werde gegen 19 Beteiligte ermittelt. Seit 2009 soll die Bande mit Kokain, Cannabis und Amphetamin im mehrfachen Kilogrammbereich gehandelt haben.
Die Staatsanwaltschaft Schwerin und das Zollfahndungsamt Hamburg hatten den Angaben zufolge seit einem halben Jahr gegen den Bauunternehmer ermittelt. Man habe ihn verdächtigt, mit Kokain, Cannabis und Amphetamin zu handeln. Auf die Spur seien die Ermittler durch ein anderes Verfahren gekommen, das beim Zollfahndungsamt Hamburg geführt worden war. Es sei schnell klar geworden, dass der 37-Jährige zusammen mit den anderen beiden Haupttätern einen gut organisierten, bandenmäßigen Dealerring aufgebaut hatte.
Das Rauschgift wurde vorwiegend in Mecklenburg-Vorpommern abgesetzt, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Als zentraler Treffpunkt diente der Bande eine Spielothek im Großraum Wismar. Der gesamte Tatumfang sei noch unklar, jetzt müsse erst das bei der Razzia beschlagnahmte Beweismittel ausgewertet werden.
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