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Gesetze gegen ungleiche Bezahlung von Frauen gefordert

vom 22.03.2012 um: 15:50 Uhr | Quelle: dpa

Erfurt (dapd-lth). Vertreter von SPD und Grünen in Thüringen haben Gesetze gegen die ungleiche Bezahlung von Frauen im Vergleich zu Männern gefordert. “Die Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind untragbar”, sagte die frauenpolitische Sprecherin der SPD, Birgit Pelke, am Donnerstag in Erfurt.

Etwa 23 Prozent beträgt die durchschnittliche Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bis zum “Equal Pay Day”, dieses Jahr am 23. März, müssten Frauen arbeiten, um statistisch gesehen den gleichen Vorjahresverdienst wie Männer zu haben.

Im Durchschnitt der OECD-Staaten liegt der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen bei 16 Prozent. Aus diesem Grund wanderten viele gut ausgebildete Frauen ins Ausland ab, erklärten die Grünen.

Der Gesetzgeber sollte endlich eingreifen und ein Entgeltgleichheitsgesetz vorlegen, forderte Pelke. Der SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie verlangte in dem Zusammenhang die Einführung eines Mindestlohns, weil gerade Frauen oft Dumpinglöhne erhielten. Nach Ansicht der Grünen würde neben einer gesetzlichen Regelung die Ausweitung der Kinderbetreuung helfen.

Wirtschaftsminister Matthias Machnig hatte bereits am Mittwoch das Lohngefälle kritisiert. “Wir brauchen in dieser Sache auch einen kulturellen und mentalen Wandel”, sagte der SPD-Politiker. “Wir müssen in der Tarifpolitik vorankommen.” Ohne Frauen in Arbeit würde in den kommenden Jahren in der Wirtschaft nichts mehr gehen.

(Internet: www.equalpayday.de )

Veröffentlicht in: Wirtschaft | Schlagworte:

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