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Fastnachter mögen es in diesem Jahr plüschig

vom 11.02.2012 um: 14:12 Uhr | Quelle: dapd
Kultur Zweibrücken Fastnachter mögen es in diesem Jahr plüschig

Mainz (dapd-rps). Piraten, Prinzessinnen und Pleitegeier: Die Narren in Rheinland-Pfalz decken sich dieser Tage mit bunten Kostümen für die Straßenfastnacht ein. In Anbetracht der anhaltenden Eiseskälte sind besonders plüschige Ganzkörper-Tierkostüme gefragt, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab.

Die Lust am Verkleiden lässt die Einkaufskassen in der Fastnachts-Hochburg Mainz seit Wochen klingeln: Modeläden richten neben feinem Zwirn Nischen für bunte Kostüme ein, Kaufhäuser ganze Abteilungen. Das Staatstheater mistete unlängst seinen Fundus aus und verscherbelte ausrangierte Masken, Kleider und Accessoires.

Ein Blick in die Einkaufstüten des närrischen Nachwuchses zeigt: Kinder schlüpfen nach wie vor am liebsten in Klassiker-Kostüme, Jungs zeige sich gerne als Cowboy oder Pirat, Mädchen in glitzernden Prinzessinnen-Kleidern.

Ganz im Trend beim Mainzer Kaufhof sind in diesem Jahr die Ganzkörperkostüme. “In diesem Jahr werden sich viele Äpfel, Birnen und Bananen, aber auch Tiger, Bären und Pleitegeier durchs Rosenmontags-Getümmel schieben”, sagte eine Verkäuferin voraus.

Kleine Accessoires, große Wirkung

Dass es nicht immer einer Ganzkörper-Verkleidung sein muss, betont Matthias Schreiber vom Cocolores-Laden in der Mainzer Innenstadt: “Perücken. Möglichst schräg, farbenfroh, mit Zöpfchen, gerne auch mal mit Fledermäusen oder Spinnen drin”, sagte er. Die Narren könnten so ihr Aussehen ohne großen Aufwand sofort radikal verändern. Bei ihm gingen in diesem Jahr besonders oft venezianische Masken über die Ladentheke.

Auffallend stark nachgefragt bei Festartikel Schlaudt, einem großen Ausstatter in Koblenz, sind vor allem bei Frauen “sexy Bienen- und Polizistinnenkleider”, erzählte eine Mitarbeiterin. Königinnen-Kostüme liefen ebenfalls sehr gut. Wenige Tage vor dem Beginn der Straßenfastnacht am kommenden Donnerstag seien die Regale und Kleiderstangen noch nicht leer.

Wer beim Rosenmontagszug als Bundespräsident Christian Wulff schunkeln und Kamelle fangen will, muss selbst zu Pappe und Schere greifen. Anders als das Angela-Merkel-Gesicht sucht man Wulff-Masken dieser Tage vergeblich in den Sortimenten. “Dafür war die Zeit zu knapp, die Masken werden meist in Fernost produziert und die Bestellungen bereits ein Dreivierteljahr vorher aufgegeben”, sagte der Sprecher der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie, Dieter Tschorn. Und der Mitarbeiter eines Berliner Onlineversands merkt an: “So oft, wie die Bundespräsidenten hierzulande wechseln – das ist zu unsicher.”

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