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BPOLI EBB: Ukrainische Pflegekraft erhielt 6 EUR Stundenlohn

Bautzen (ots) - Eine 54-jährige Busreisende aus der Ukraine wurde durch die Bundespolizei am 11. Mai 2021 in Gewahrsam genommen. Sie hatte seit Februar ohne Visum in Deutschland als Pflegerin gearbeitet.

Um 02:30 Uhr stoppten die Beamten auf dem BAB4-Rastplatz Oberlausitz bei Bautzen einen in Richtung polnische Grenze fahrenden Kleinbus. Unter den Reisenden befand sich die Ukrainerin, die den Beamten angab, seit Februar 2021 für einen Monatsverdienst von 1.000,00 Euro eine ältere Dame und ihren Mann gepflegt zu haben. Eine Arbeitserlaubnis und ein Visum hatte sie nicht. Außerdem wurden keine Steuer- und Versicherungsabgaben getätigt.

Legt man eine normale Wochenarbeitszeit zu Grunde, hat die Frau einen Stundenlohn von etwa 6,00 Euro erhalten. Berücksichtigt man aber, dass diese Pflegekräfte oft 24/7 zur Verfügung stehen müssen, ergibt sich ein ganz anderer Stundenlohn. Die Frau muss sich nun wegen der unerlaubten Einreise, wegen dem unerlaubten Aufenthalt sowie der Aufnahme eine unerlaubten Beschäftigung verantworten. Die zuständige Ausländerbehörde wir ihren Aufenthalt beenden. Die Bundespolizei richtet ihre Ermittlungen auch gegen die Auftraggeber und Vermittler. Die Ausbeutung und Ausnutzung billiger Arbeitskräfte stehen dabei mit im Fokus.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Ebersbach Pressesprecher Alfred Klaner Telefon: 0 35 86 - 7 60 22 45 E-Mail: bpoli.ebersbach.oea@polizei.bund.de www.bundespolizei.de

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