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In Kooperation mit: Polizei Presse

Länderübergreifende Einsatzmaßnahmen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität und des Kraftfahrzeugdiebstahls

Hamburg (ots) -

Zeitraum: 24.11.2022, 10:00 Uhr - 25.11.2022, 05:00 Uhr Ort: Hamburger Stadtgebiet

Gestern fanden in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg mit Unterstützung der Bundespolizei länderübergreifend abgestimmte polizeiliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität und des Kraftfahrzeugdiebstahls statt.

Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls ist nach wie vor ein Schwerpunkt polizeilicher Aufgabenwahrnehmung. Insbesondere der Wohnungseinbruch ist in besonderer Weise dazu geeignet, das subjektive Sicherheitsempfinden der Betroffenen nachhaltig negativ zu beeinträchtigen.

Unter Führung des LKA 19 "Castle" wurden im Hamburger Stadtgebiet im oben genannten Zeitraum drei Kontrollstellen eingerichtet, um mutmaßlich relevante Personen aus den genannten Deliktsbereichen festzustellen, zu identifizieren und gegebenenfalls auch festzunehmen. Zudem wurden auch zahlreiche mobile Verkehrs- und Personenkontrollen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt.

Die Beamten überprüften in dem gestrigen Einsatz insgesamt rund 291 Fahrzeuge und 365 Personen. Hierbei wurden unter anderem auch zwanzig Strafanzeigen (u. a. wegen Drogenbesitzes, Diebstahls und illegalen Aufenthaltes) und acht Verkehrsstrafanzeigen (u. a. wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln) gefertigt.

Zudem führten die Beamten mehr als 1.840 Gespräche mit interessierten Bürgern und gaben ihnen hierbei Präventionstipps im Zusammenhang mit dem Wohnungseinbruchdiebstahl.

Die Polizei Hamburg war gestern mit mehr als 440 Beamten im Einsatz.

Einzelsachverhalte:

Am späten Donnerstagnachmittag kam es in der Loewenbergstraße in Sülldorf zu einem versuchten Wohnungseinbruch. Eine Zeugin hatte in diesem Zusammenhang zwei Tatverdächtige gesehen und ihre Beobachtungen der Polizei gemeldet. Im Rahmen der Fahndung konnten zwei 21- und 18-jährige Deutsche in unmittelbarer Tatortnähe angetroffen, vorläufig festgenommen und zum Polizeikommissariat 26 gebracht werden. Nach Abschluss der durch das Landeskriminalamt 122 durchgeführten ersten Ermittlungen wurden beide Männer mangels Haftgründen entlassen.

Kurze Zeit später wurde im Grooßmoorbogen in Harburg ein schwarzer Volvo angehalten und kontrolliert. Die Beamten stellten fest, dass sich der 34-jährige albanische Fahrer nicht im Besitz eine Fahrerlaubnis befindet. Im Kofferraum des Volvos fanden die Beamten darüber hinaus eine Sporttasche mit rund sechs Kilogramm Marihuana und stellten diese, wie auch ein in der Mittelkonsole aufgefundenes Messer sicher. Der 34-Jährige wurde vorläufig festgenommen und nach ersten Ermittlungen des Rauschgiftdezernats (LKA 6) der Untersuchungshaftanstalt Hamburg zugeführt.

Am frühen Abend geriet ein roter Motorroller in den Fokus von Zivilfahndern des Polizeikommissariats 38. Der Roller war bereits im Oktober in der Puvogelstraße entwendet worden und wurde gestern von zwei 15-jährigen Deutschen benutzt. Im Bereich des Naturschutzgebiets Höltigbaum wurde das Leichtkraftrad angehalten und überprüft. Der Fahrer ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Die beiden Jugendlichen wurden nach Abschluss der Maßnahmen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Der Roller wurde sichergestellt.

Zur Einbruchsprävention rät die Polizei:

1. Verschließen Sie beim Verlassen Ihre Haus- oder Wohnungseingangstür sorgfältig. Gleiches gilt auch für alle Fenster und Terrassen-/ Balkontüren. Auch auf Kipp stehende Fenster oder Balkontüren können leicht von außen geöffnet werden. Ziehen Sie bei Abwesenheit die Schlüssel vom abschließbaren Fenstergriff ab.

2. Überprüfen Sie den mechanischen Grundschutz. Noch immer verfügen viele Fenster und Türen über einen völlig unzureichenden Einbruchschutz. Informieren Sie sich gründlich über die Möglichkeiten der Nachrüstung oder des Austauschs. Neben dem Fachhändler Ihres Vertrauens stehen Ihnen auch die produktneutralen polizeilichen Beratungsstellen im Bundesgebiet als Informationsquelle kostenfrei zur Verfügung (www.k-einbruch.de). Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der Polizei Hamburg bietet neben Beratungen in ihren Ausstellungsräumen auch telefonische Beratungen unter der Telefonnummer 040/4286-70777 oder auf Anfrage über die E-Mail-Adresse kriminalberatung@polizei.hamburg.de an!

3. Ist jemand zu Hause? Eine überzeugende Innen-/ Außenbeleuchtung auch bei Abwesenheit z. B. mit Dämmerungsschaltern oder Zeitschaltuhren sorgt dafür, dass die Wohnung oder das Haus bei Dunkelheit nie verlassen wirkt.

4. Wenn Sie einen Türspion oder eine Gegensprechanlage haben, nutzen Sie diese! Machen Sie sich den prüfenden Blick zur Gewohnheit, bevor Sie Ihre Tür öffnen. Fragen Sie konkret, warum jemand ins Haus möchte. Haben Sie Zweifel, so öffnen Sie nicht!

5. Pflegen Sie Kontakte zu Ihren Nachbarn. Teilen Sie längere Abwesenheiten einer Vertrauensperson mit, tauschen Sie Telefonnummern aus, damit man Sie im Zweifelsfall erreichen kann. Öffnen Sie nicht, wenn z. B. Unbekannte bei Ihnen klingeln und unter einem Vorwand in das Mehrfamilienhaus wollen.

6. Begeben Sie sich nicht in Gefahr. Versuchen Sie niemals, einen Einbrecher zu stellen. Wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint, wählen Sie lieber schnell den kostenfreien Polizeiruf 110. Beobachten Sie aus sicherer Position und teilen Sie Ihre Beschreibung des Täters umgehend der Polizei mit.

Ri.

Rückfragen der Medien bitte an:

Polizei Hamburg Daniel Ritterskamp Telefon: 040 4286-56208 E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de www.polizei.hamburg

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