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Unwettereinsatz in der Eifel (Meldung 21/2021)

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Euskirchen / Heiligenhaus (ots) - Drei Tage lang waren sechs Einsatzkräfte der Heiligenhauser Feuerwehr mit der der "Bereitschaft 4" der Bezirksregierung im Kreis Euskirchen im Unwettereinsatz. Neben technischer Hilfe waren sie für die Bevölkerung da und leisteten Bestand. Am Mittwochabend kamen die Helfer gesund wieder - es war ein etwas anderer Einsatz.

Am späten Sonntagabend, den 18.07.2021 alarmierte der Kreisbrandmeister persönlich seine Wehren für einen längeren Einsatz. Montagmorgen um 04:00 Uhr sollte ein Einsatz beginnen, der erst am Mittwochabend endete. Nach den schlimmen Unwettern in der Eifel in der vergangenen Woche war noch viel zu tun - Keller mussten leergepumpt, Straßen geräumt und gereinigt werden. Vor den Kräften des Kreises Mettmann waren schon viele andere Feuerwehren im Kreis Euskirchen tätig.

Pünktlich um 04:00 Uhr morgens sammelten sich die Kräfte des Kreises Mettmann an der Feuerwache in Ratingen. Der Mannschaftstransporter der Heiligenhauser Kräfte stieß mit dazu - sechs Einsatzkräfte warteten mit Gepäck auf ihren Einsatz in rund 100 km Entfernung.

Technischer und seelischer Einsatz

"Als wir in Euskirchen angekamen, blickten wir in viele zerstörte Straßen", berichtet Gruppenführerin Daniela Vollmar. "Es war gut, dass wir da waren. Zum einen mit Technik, die den Menschen half. Zum anderen sind wir auf viele herzliche und sehr dankbare Menschen gestoßen - es war gut, dass wir da waren." So haben auch die Heiligenhauser Kräfte einen Teil dazu beigetragen, dass einige Dörfer innerhalb der Stadt Euskirchen von Schlamm und Schutt befreit wurden. 

Zusammenarbeit: Note 1 +

Aber nicht nur die Dorfbewohner, auch die Einsatzkräfte verstanden sich einwandfrei. "Alle Städte des Kreises waren im Einsatz vertreten, viele kennen sich ohnehin von Lehrgängen oder Einsätzen. Wir haben uns nun noch besser kennen und schätzen gelernt. Zudem hat uns die Feuerwehr Euskirchen herzlich empfangen, einige Kontakte sind entstanden. Der Grund unseres Einsatzes war natürlich alles andere als schön, aber der Zusammenhalt war das, was uns hier geholfen hat.", berichtet Vollmar. 

Dennoch gab es nicht nur schöne Situationen. Die Einsatzkräfte begleiteten teilweise Personen in ihre Häuser, die diese erstmals nach dem Unwetter wieder betreten durften. Einige von Ihnen verkrafteten die Situation, verständlicherweise, nicht. Auch hier war die Feuerwehr der Retter in der Not: Als Gesprächspartner und Beschützer.

Eine Kraft wurde für den sogenannten "Grundschutz" abgezogen. Zusammen mit Kräften aus dem ganzen Kreis und einer Drehleiter aus Düsseldorf besetzten sie die leere Feuerwache in Euskirchen. "Ich habe in dieser Zeit fast mehr Einsätze gefahren, als gefühlt sonst in einem Jahr. Es war alles mit dabei.", erzählt Oberfeuerwehrmann Kevin Hohler. Zusammen mit (fast) nur ortsfremden Kräften für die Sicherheit der Bürger in einer fremden Stadt zu sorgen - das ist etwas besonderes.

Einsatz wirkt nach

Als am Mittwochabend die Kräfte wieder in den Kreis zurückkehrten, zeigte sich der Leiter der Feuerwehr, Nils Vollmar, erleichtert. "Es ist ein gutes Gefühl, wenn alle wieder gesund zurück in der Heimat sind." In einem kleinen Gesprächskreis wurde über Erlebtes und neue Erfahrungen gesprochen. Die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke sind einmalig - sie sind etwas besonderes, wenn auch nicht nur im positiven Sinne. 

Die Stadt mit ihrer Feuerwehr Heiligenhaus dankt den beteiligten Einsatzkräften, aber auch ausdrücklich den Arbeitgebern, die ihre Arbeitnehmer unkompliziert und selbstverständlich für die überörtliche Hilfe freigestellt haben. "Ohne ein solches Selbstverständnis würde das System des Katastrophenschutzes nicht funktionieren", wertet Nils Vollmar.

In der sogenannten "Bereitschaft 4" der Bezirksregierung Düsseldorf wirken rund 125 Einsatzkräfte der Stadt Düsseldorf, des Rhein-Kreises Neuss und des Kreises Mettmann zusammen. Das Einsatzkonzept ist landeseinheitlich und hat sich schon mehrfach bewährt. 

Rückfragen bitte an:

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