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76 Platzverweise gegen junge Autofahrer

Arnsberg (ots) - Korrektur (Altersangabe) Ein Treffen von etwa 60 Autofahrern in der Neheimer Innenstadt rief am Samstagabend die Polizei auf den Plan. Die Polizei sprach 76 Platzverweise aus und fischte einen 35-jährigen angetrunkenen Autofahrer aus dem Möhnefluss. Gegen 23 Uhr beschwerten sich mehrere Anwohner der Innenstadt bei der Polizei. Autofahrer waren mit quietschenden Reifen und hupend durch den Innenstadtbereich gefahren. Teilweise sollen die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen gedriftet und gerast sein. Zudem sah ein Zeuge einen Autofahrer mit einer Pistole in die Luft schießen. Am Parkplatz des Schlachthofwegs sammelte sich ein Großteil der zumeist jungen Erwachsenen. Die Teilnehmer zeigten sich wenig kooperativ. Immer wieder verließen Fahrzeuge den Parkplatz und kehrten kurze Zeit später wieder zurück. Zudem fuhren noch weitere Teilnehmer des Treffens durch den Neheimer Innenstadtbereich. Insgesamt waren über 60 Fahrzeuge an dem Treffen beteiligt. Mit Unterstützung der umliegenden Polizeiwachen brachte die Polizei die Situation unter Kontrolle. Die Teilnehmer wurden überprüft und auf die Einhaltung der Verkehrsregeln hingewiesen. Zudem sperrten die Beamten den Parkplatz ab und sprachen 76 Platzverweise aus. Rechtsverstöße wurden von der Polizei nicht festgestellt. Als die Polizei den gemeldeten Pistolenschützen kontrollieren wollte, flüchtete dieser mit seinem Auto. Nach wenigen Metern stieg er aus und lief in Richtung des Möhneflusses. Hier sprang der 35-jährige Arnsberger schließlich ins Wasser und stürzte. Die Beamten reagierten schnell. Sie sprangen ebenfalls in das Wasser und fischten den Mann aus der Möhne. Der Sprung in den kalten Fluss hätte ohne die Hilfe der Polizei möglicherweise schlimme Folgen für den Flüchtigen gehabt. Es zeigte sich, dass der Mann erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Ein Test ergab einen Wert von etwa 1,8 Promille. In der Polizeiwache wurde ihm eine Blutprobe entnommen. In seinem Fahrzeug fanden die Polizisten ein geladenes Magazin für eine Schreckschusswaffe. Eine Waffe fanden die Beamten nicht. Gegen den 35-jährigen wird nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen einer Trunkenheitsfahrt ermittelt.

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