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Großschadenslage im Rhein-Sieg-Kreis und Kreis Euskirchen - Nachtrag Nummer 9

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Köln (ots) - Nachtrag zur den Pressemitteilungen vom 15., 16., 17., 18., 19. und 20. Juli

Intensive Suche nach Vermissten:

Auch heute setzen die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, THW und Hilfsorganisationen im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Euskirchen die durch die Verwüstungen stark erschwerte Suche nach den Vermissten fort. Hierfür begehen Polizeikräfte gemeinsam mit den Einsatzkräften von Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie mit Statikern nicht einsturzgefährdete Gebäude und suchen nach Opfern.

In der Pressemeldung Ziffer 5 von gestern (20. Juli) ist von dem Fund eines weiteren Toten in Bad Münstereifel und damit fälschlicherweise von 27 Toten im Bereich des Kreises Euskirchen berichtet worden. Zwischenzeitlich hat sich diese Zahl nicht bestätigt. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Demnach sind der Polizei Köln (Stand 21. Juli, 14 Uhr), neben den zwei in Köln gefundenen Toten, aus dem Kreis Euskirchen 26 und aus dem Bereich des Rhein-Sieg-Kreises neun Tote gemeldet. Aussagen zur Identität, Alter, Auffindeort und Todesumständen wird die Polizei zum Schutz der Angehörigen weiterhin nicht veröffentlichen.

Vielzahl der Vermisstenmeldungen geklärt:

Einen Großteil der als vermisst gemeldeten Menschen haben die Ermittler mittlerweile telefonisch erreicht. Die Polizei sucht aktuell noch nach 2 Menschen aus dem Raum Bonn/Rhein-Sieg-Kreis und 2 aus dem Kreis Euskirchen.

Einsatz zur Sicherung von Eigentum geht weiter:

Seit gestern Abend und in der Nacht (20. auf 21. Juli) waren wieder über 250 Polizisten im Einsatz, um neben der Vermisstensuche auch weiterhin das Eigentum der von der Naturkatastrophe getroffenen Menschen in den Kreisen Rhein-Sieg und Euskirchen zu schützen.

- Gegen 14 Uhr übergab ein Anwohner Bereitschaftspolizisten eine Kiste angeschwemmter Munition in Swisttal-Odendorf. Dabei handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um mehrere tausend Schuss scharfer Munition, die die Beamten sicherstellten. Die Ermittlungen zum Besitzer laufen aktuell.

- Gegen 19 Uhr alarmierten Kräfte der Feuerwehr die Polizei wegen verdächtiger Personen nach Rheinbach-Oberdrees. Bereitschaftspolizisten fanden bei den Männern diverses Werkzeug, Handys und einen Laptop und fertigten Anzeigen wegen des Verdachts des Diebstahls.

- In Swisttal-Odendorf stoppten Polizisten, gegen 23 Uhr, einen mit zwei Männern (25, 28) besetzten Kleintransporter. Neben Schrott und Werkzeug fanden die Beamten auch eine Schachtel Schmuck. Dabei soll es sich nach ersten Ermittlungen um Plünderungsgut handeln, welches sichergestellt wurde. Die Rumänen wurden zur erkennungsdienstlichen Behandlung in das Polizeigewahrsam nach Köln gebracht.

- Wenig später gegen 0:30 Uhr stellten Einsatzkräfte in der Euskirchener Innenstadt einen Einbrecher (37) auf frischer Tat, während er sich an in einem Buchladen zu schaffen machte. Zuvor soll er nach ersten Ermittlungen auch in ein benachbartes Geschäft eingebrochen sein. In seinem mitgeführten Rucksack stellten die Beamten diverses Diebesgut sicher. Die Beamten nahmen den 37-jährigen Marokkaner fest. Die Staatsanwaltschaft Bonn beabsichtigt ihn heute dem Haftrichter vorzuführen.

Die Polizei nimmt auch weiter jeden Hinweis auf mögliche Plünderungen und/oder Diebstähle ernst. Einsatzkräfte fahren Tag und Nacht im Katastrophengebiet Streife und sind für die Menschen jederzeit ansprechbar und/oder über den Notruf erreichbar. Gemeinsam mit der Feuerwehr, der Bundeswehr, dem THW und den Hilfsorganisationen sind wir weiterhin rund um die Uhr, ununterbrochen, im Einsatzgebiet und lassen die Menschen dort nicht allein. (mw/rr)

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Polizeipräsidium Köln Pressestelle Walter-Pauli-Ring 2-6 51103 Köln

Telefon: 0221/229 5555 e-Mail: pressestelle.koeln(at)polizei.nrw.de

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