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Kontrollen des Schwerlastverkehrs

Märkischer Kreis (ots) - Polizeibeamte hatten Dienstag und Mittwoch bei Sonderkontrollen insbesondere den Schwerlastverkehr im Kreisgebiet im Blick. Dafür richteten sie an mehreren Orten Kontrollstellen ein. Insgesamt wurden 286 Schwerlastfahrzeuge kontrolliert. Sanktionswürdige Ordnungswidrigkeiten stellte die Polizei bei 71 Lastkraftwagen fest. Verstöße gegen die Sozialvorschriften wurden in 28 Fällen dokumentiert, 16 Fahrer hatten ihre Ladung unzureichend oder gar nicht gesichert. Mit technischen Mängeln fielen acht Lkw auf. Vier dieser LKW mussten direkt aus dem Verkehr gezogen werden. Ihnen wurde in Form der Stilllegung der weitere Betrieb untersagt.

Einen rumänischen Fahrer, der am Dienstag in Lüdenscheid kontrolliert wurde, kam es dabei besonders teuer zu stehen. Sein LKW war in einem derart schlechten Zustand, dass er nach der Prüfung durch einen Sachverständigen direkt stillgelegt wurde. Damit aber nicht genug. Bei der Prüfung seiner Personalien wurde festgestellt, dass insgesamt sechs Haftbefehle gegen ihn vorlagen. Der Fahrer wurde festgenommen. Erst nachdem er eine Summe von 1448 Euro für die Begleichung der Haftbefehle beibringen konnte, durfte er die Polizeiwache wieder verlassen.

Zwei weitere LKW fielen wegen Überladung auf. Ein Lkw aus Bulgarien, der in Lüdenscheid kontrolliert wurde, war um 31% überladen. Der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 265 Euro leisten. Er durfte seine Fahrt nicht fortsetzen. Des Weiteren wurden noch zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die Gefahrgutbestimmungen und zwei wegen Verstößen gegen das Abfallrecht eingeleitet.

In zehn Fällen handelte es sich um Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften und weitere kleinere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung.

Auch zwei Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurden gefertigt. Am Dienstag ging den Beamten in Neuenrade ein deutscher LKW-Fahrer aus Bayern ins Netz, der den Kollegen einen gefälschten belgischen Führerschein aushändigte. Der Schwindel fiel auf, die Fahrt für ihn war beendet. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren, genau wie den Halter des LKW, der zuließ, dass der Fahrer ohne Fahrerlaubnis fuhr.

Neben den LKW-Fahrern fielen den Beamten an den Kontrollstellen auch einige PKW-Fahrer negativ auf. Zwei durch Rotlichtverstöße, ein weiterer durch unerlaubtes Überholen.

Zu guter Letzt wurde Mittwoch ein Lüdenscheider auf seinem E-Scooter überprüft. Er steht im Verdacht, den Scooter unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt zu haben. Er musste mit zur Wache und eine Blutprobe abgeben. Ihm droht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

Insgesamt zeigte die Aktion, wie wichtig Kontrollen im Bereich des LKW-Verkehrs sind. Es konnten zahlreiche Verstöße aufgedeckt und einige schwarze Schafe aus dem Verkehr gezogen werden. Die Kontrollen werden sowohl im täglichen Dienst, als auch im Rahmen weiterer gezielter Kontrolltage, fortgesetzt. (dill)

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