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BPOLI MD: Lebensgefährlich: Mädchen legen Schottersteine auf Gleise

Bahnstrecke Magdeburg-Stendal, Rogätz (ots) - Am Samstag, den 1. Mai 2021 wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 18:10 Uhr durch die Notfallleitstelle der Bahn darüber informiert, dass auf der Bahnstrecke Magdeburg - Stendal, in Höhe der Ortslage Rogätz, der Lokführer eines Güterzuges spielende Kinder festgestellt hat, die Schottersteine auf die Gleise legten. Der Lokführer konnte seinen Güterzug glücklicherweise rechtzeitig zum Stehen bringen. Er betreute die beiden 12-jährigen Mädchen bis zum Eintreffen der sofort zum Ereignisort entsandten Streife der Bundespolizei. Die eingesetzten Bundespolizisten übernahmen die beiden Kinder und belehrten diese eindringlich über die lebensgefährlichen Gefahren, in die sie sich mit ihrem unüberlegten Handeln begeben hatten. Anschließend wurden die Mädchen von den Beamten nach Hause gebracht und ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Diese wurden über das Geschehen unterrichtet und ebenfalls belehrt. Alle weiteren auf der betreffenden Bahnstrecke befindlichen Züge mussten bis zur Freigabe der Strecke vorübergehend mit erheblich gedrosselter Geschwindigkeit fahren. Dadurch kam es bei fünf Zügen zu insgesamt 111 Minuten Verspätung.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut darauf hin: Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Die Kinder begeben sich mit ihrem Handeln in Lebensgefahr. Die Züge nähern sich fast lautlos an und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann. Auch das Hindernis selbst kann eine erhebliche Gefahr darstellen, beispielsweise wenn es oder Teile davon bei der Überfahrt zur Seite fliegt und eines der Kinder trifft. Des Weiteren kann es im schlimmsten Fall zu einer Entgleisung des Zuges, mit gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit oder sogar des Lebens für die Mitarbeiter der Bahn und der Reisenden im Zug, kommen. Die Bundespolizei bittet darum, dass Erziehungsberechtigte ihre Kinder wiederholt auf die Gefahren hinweisen. Kostenlose Flyer zu dieser Problematik stellt sie in diesem Zusammenhang gern zur Verfügung. Zudem wird sich ein Präventionsbeamter der Bundespolizeiinspektion Magdeburg des Sachverhalts annehmen, mit den Kindern Kontakt aufnehmen und sie diesbezüglich noch einmal sensibilisieren.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Magdeburg Telefon: +49 (0) 391-56549-505 Mobil: +49 (0) 152 / 04617860 E-Mail: bpoli.magdeburg.oea@polizei.bund.de http://www.bundespolizei.de Twitter: @bpol_pir

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, übermittelt durch news aktuell

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