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Bundespolizeidirektion München: Schnellbremsung - Streit um 9-Euro-Ticket

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Dachau / Ebersberg (ots) -

Am späten Freitagnachmittag (1. Juli) musste ein ICE bei Petershausen wegen Kindern im Gleis eine Schnellbremsung einleiten. Am Samstagabend (2. Juli) kam es im Bahnhof Grafing in einem EC wegen eines abgelaufenem 9-Euro-Tickets zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

* Gegen 17:10 Uhr erkannte der Triebfahrzeugführer des ICE 509 (Berlin -München) am Freitag im Bereich des S-Bahnhaltepunktes Petershausen vier Kinder/Jugendliche im Gleisbereich. Er leitete eine Schnellbremsung ein bei der keiner der 785 Reisenden im Zug verletzt wurde. Bei der anschließenden Absuche (u.a. mit einem Helikopter der Bundespolizeifliegerstaffel Oberschleißheim) konnten keine Personen mehr festgestellt werden. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

* Gegen 18:45 Uhr wurde ein 28-jähriger Kongolese am Samstag im EC 84 (Rosenheim - München) vor Grafing-Bahnhof einer Fahrscheinkontrolle unterzogen. Hierbei legte der in Waldkraiburg, Lkr. Mühldorf am Inn, Leben-de dem Zugbeleiter ein bereits abgelaufenes 9-Euro-Ticket (gültig vom 1. bis 30. Juni 2022) vor. Als der 32-jährige Zugbegleiter ihm eine Fahrpreisnacherhebung (Fahrpreis 14,20 Euro) ausstellen wollte, entwickelte sich zunächst eine verbale Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Afrikaner den Zugbegleiter beleidigte. Des Weiteren weigerte sich der Kontrollierte Personalien für die Erstellung der Fahrpreisnacherhebung auszuhändigen. Im Verlauf des Streits sprang der Kongolese unvermittelt auf und ging aggressiv auf den Mitarbeiter der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) zu. Den Versuch ihn zu Würgen konnte der Zugbegleiter ausweichen, indem er die Hände des Afrikaners wegschlug. Der Zugbeleiter überwältigte den Angreifer und brachte ihn zu Boden; dabei kamen ihm zwei weitere ÖBB-Mitarbeiter zu Hilfe. Gemeinsam hielten sie den Kongolesen bis zum Eintreffen alarmierter Streifen der Landes- und Bundespolizei fest. Bei den weiteren polizeilichen Maßnahmen gegen den Kongolesen (versuchte Körperverletzung, Beleidigung, Betrug und Erschleichen von Leistungen) äußerte dieser Schmerzen durch das vorherige zu-Boden-bringen im Zug, lehnte jedoch angebotene ärztliche Hilfe ab. Geprüft wird nun auch das Verhalten des Zugbegleitpersonals. Die Bundespolizei weist eindringlich darauf hin, vorhandene 9-Euro-Tickets auf deren Gültigkeit zu überprüfen. Die Gültigkeitsdauer ist explizit auf den Fahrscheinen angegeben und endet stets um 24:00 Uhr des letzten angegebenen Gültigkeitstages.

Das anhängende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner Bundespolizeiinspektion München Denisstraße 1 - 80335 München Telefon: 089 515 550 1102 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 1111 zu erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München


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