Rubrik auswählen
München
Alle Meldungen in der Übersicht
In Kooperation mit: Polizei Presse

Bundespolizeidirektion München: Gefährliche Körperverletzung am Stachus / Haftprüfung für drei Männer - Zeugen gesucht

220704_GefKV.jpg

München (ots) -

Am frühen Sonntagmorgen (3. Juli) kam es am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) zu gefährlichen Körperverletzungen unter vier Beteiligten. U.a kam dabei ein sog. Obstmesser zum Einsatz. Drei der Beteiligten werden heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die Bundespolizei wurde gegen 04:20 Uhr über eine vermeintliche Messerstecherei am S-Bahnhaltepunkt Karlsplatz (Stachus) informiert. Nach ersten vorläufigen Ermittlungen gerieten ein staatenloser 29-Jähriger und ein 28-jähriger Franzose am S-Bahn-Haltepunkt zwischen den Fahrkartenentwertern und dem Rolltreppenabgang zum S-Bahnsteig in Streit. Ursache war ein Rempler des 29-Jährigen aus Poing und dessen daran anschließenden verbalen Provokationen. Als kurz darauf ein Begleiter des Remplers, ein 35-jähriger Syrer hinzukam, ergab sich ein folgenschweres Gerangel.

Der angegriffene 28-Jährige aus Pasing zog unvermittelt ein "Obstmesser" (Klingenlänge ca. 5 cm) aus seiner Tasche und fügte dem 35-Jährigen an der Schläfe einen etwa 5 cm langen Schnitt und dem 29-Jährigen eine ca. 2 cm lange Schnittwunde am Unterarm zu. Der körperlich überlegene Staatenlose rang den 28-Jährigen daraufhin zu Boden und fixierte ihn. Der in Zolling wohnende Syrer schlug dem am Boden Liegenden mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Ein weiterer Begleiter der beiden Angreifer, ein 30-jähriger Jordanier, der sich zunächst zurückhielt, versuchte den Franzosen durch Tritte auf dessen Arm zum Loslassen des Messers zu bewegen, was aber zunächst nicht gelang. Der Staatenlose, der den Franzosen nach wie vor umklammert am Boden hielt, schaffte es schließlich, an das Messer in der Hand des Franzosen zu kommen. Noch während der Franzose am Boden gehalten wurde, kam erneut der Syrer dazu und trat dem bereits Blutenden nochmals mehrfach mit massiver Wucht ins Gesicht.

Nachdem eine unbeteiligte 24-jährige Laimerin die Gruppe aufforderte aufzuhören, entgegnete ihr der Syrer, mit einem Messer angegriffen worden zu sein und sich lediglich zu wehren.

Eine weitere Unbeteiligte, eine 25-Jährige aus der Au, filmte währenddessen Teile der Auseinandersetzung mit ihrem Smartphone.

Als die 24-Jährige den drei Angreifern erklärte, die Polizei gerufen zu haben, entfernten sich die drei in Richtung des Mittelbahnsteigs. Mehrere alarmierte Streifen von Landes- und Bundespolizei nehmen alle vier Beteiligten fest. Bei allen vier Alkoholisierten (Atemalkoholgehalt 0,22 - 0,73 - 1,86 und 0,52 Promille) wurden von der Staatsanwaltschaft Blutentnahmen angeordnet. Drei der vier Beteiligten erlitten Verletzungen. Der 28-jährige Franzose kam, wie die beiden anderen zur Erstversorgung ins Krankenhaus. Bei dem zuerst Attackierten waren beide Augen fast gänzlich zugeschwollen. Über das genaue Verletzungsbild liegen bislang keine Informationen vor. Gegen alle vier wird von der Bundespolizei wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die drei unter Bewachung in verschiedenen Kliniken ambulant Behandelten wurden nach Abschluss der ärztlichen Versorgung in Polizeigewahrsam überführt. Sie werden heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die Bundespolizeiinspektion München bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zur Tat machen können, sich unter der Rufnummer 089/515550-1111 zu melden.

Die Bundespolizei in München lobt das Verhalten der beiden Zeuginnen. Die 24-Jährige aus Laim versuchte die Aggressoren von weiteren Tätlichkeiten abzubringen und alarmierte die Polizei. Die 25-Jährige aus der Au filmte die Tätlichkeiten und stellte das Material anschließend der Polizei zur Verfügung. Wichtiger Grundsatz und Tipp: Sich selbst nicht in Gefahr bringen - andere auf die Tat aufmerksam machen!

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner Bundespolizeiinspektion München Denisstraße 1 - 80335 München Telefon: 089 515 550 1102 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache im Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof in München und der Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst befindet sich in der Denisstraße 1, rund 700m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Zudem gibt es Diensträume in Pasing und Freising.

Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 1111 zu erreichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München


Weitere beliebte Themen in München