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Couragierter Oberhausener verhindert Einbruch - Diensthund Cassy stellt Verdächtigen - Zwei Männer vorläufig festgenommen

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Oberhausen (ots) - Freitagnacht (18.6.) wurde ein Oberhausener (47), gegen 02:50 Uhr, durch verdächtige Geräusche auf der Mülheimer Straße unsanft aus dem Schlaf gerissen. Der wachsame Anwohner ging ans Fenster und sah dort mindestens zwei Personen, die sich im Taschenlampenschein an der Kellertür eines Mehrfamilienhauses zu schaffen machten. Die Geräusche deuteten darauf hin, dass sie die Kellertür aufhebelten.

Der couragierte Mann informierte sofort per Notruf 110 die Polizei. Als er mit dem Telefon zum Fenster zurückging, um die Situation weiter zu beobachten, flüchtete ein Verdächtiger mit markantem weißen Gipsarm über die Mülheimer Straße. Sein Komplize stand noch mit einer Taschenlampe vor der Kellertür und versuchte weiter, sich Zutritt zu verschaffen.

Ganz in der Nähe war zu diesem Zeitpunkt Polizeidiensthund "Cassy" mit seinem Hundeführer auf Streife. Der Polizist fuhr mit seinem vierbeinigen Kollegen sofort zum Tatort und sah beim Eintreffen noch, wie zwei Verdächtige flüchteten. Ein Flüchtiger benutzte dabei ein Fahrrad, sein Komplize, ein 29-jähriger in Köln gemeldeter Algerier, lief zu Fuß in eine andere Richtung.

Seine Flucht endete aber schon nach wenigen Minuten. Mittlerweile war ein weiterer Anwohner auf den Polizeieinsatz aufmerksam geworden und hatte gesehen, dass der Flüchtige sich auf der Bergmannstraße unter einem geparkten Auto versteckt hatte. Diese Information rief er dem Hundeführer zu. Der forderte den Verdächtigen deutlich auf, unter dem Auto hervor zu kommen. Den Anweisungen folgte dieser allerdings nicht, stattdessen kroch er noch weiter unter den Wagen und trat nach Cassy.

Der Diensthund wurde jetzt von seinem Herrchen eingesetzt und zog den Verdächtigen an der Schulter unter dem Auto hervor.

Da warteten bereits weitere Polizisten, die den leicht verletzten Mann festnahmen und zur Behandlung seiner Bisswunde erst ins Krankenhaus und danach ins Polizeigewahrsam transportierten.

Die zwischenzeitlich erfolgte genaue Überprüfung hatte ergeben, dass er bereits mehrfach unter Verwendung zahlreicher Alias-Personalien, polizeilich in Erscheinung getreten und aktuell zur Fahndung ausgeschrieben war.

Damit war die Geschichte aber noch nicht zu Ende. Der couragierte Zeuge, der die Polizisten ursprünglich auf die Täter aufmerksam gemacht hatte, rief gegen vier Uhr erneut auf der Polizeileitstelle an. Schon wieder war er durch Geräusche eines weiteren Polizeieinsatzes vor seinem Haus geweckt worden.

Dort kontrollierten Polizisten gerade einen 29-jährigen Algerier, den sie in unmittelbarer Nähe zu einem mit eingeschlagenen Scheiben aufgefundenem Auto angehalten hatten. Der Verdächtige hatte sich bei der ersten Vorbeifahrt des Streifenwagens in der Nähe des aufgebrochenen Autos befunden.

Die an den eingeschlagenen Autoscheiben hinterlassenen Blutanhaftungen korrespondierten nahezu perfekt mit der blutenden Hand des offensichtlich angetrunkenen Mannes. Der wurde nun immer aggressiver und beleidigte sie laut.

Durch diesen Tumult war der Zeuge aufmerksam geworden und erkannte jetzt in dem Aggressor den Verdächtigen mit dem Gipsarm, der wenige Stunden zuvor offensichtlich mit den Kellereinbrechern zusammengearbeitet hatte und geflüchtet war, bevor die ersten Streifenwagen am Tatort eingetroffen waren.

Mittlerweile hatten die Polizisten den Angreifer überwältigt und festgenommen. Zur Behandlung seiner Verletzungen brachten sie ihn in ein Krankenhaus.

Die Ermittler vom Einbruchskommissariat haben jetzt die weitere Bearbeitung übernommen. Einer der beiden Tatverdächtigen wird heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg einem Haftrichter vorgeführt.

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