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Betrug mittels Schockanruf erfolgreich - Die Polizei sucht Zeugen

Kaarst (ots) - Am Montag (03.05.), zwischen 10 und 11 Uhr, kontaktierte ein Unbekannter einen Kaarster Senior und gab sich als sein Sohn aus. Er behauptete, mit einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus zu liegen und dringend Geld für ein Medikament zu benötigen. Dies wurde bekräftigt durch eine weitere Person, die sich als "Arzt" vorstellte und mit dem Senior im Gespräch blieb. Dieser war in großer Sorge um seinen Sohn und daher bereit, Geld und Wertsachen an die angebliche Sekretärin des Arztes zu übergeben. Der lebensältere Kaarster fuhr zu seiner Bank und holte dort Bargeld und Goldmünzen. Diese packte er in eine blaue Tragetasche. Als Übergabeort wurde ihm die Sperberstraße in Kaarst genannt; dort sollte er die "Sekretärin" treffen. Diese erschien und nahm die Tasche in Empfang. Sie soll schwarze Haare gehabt haben und trug höhere Halbschuhe. Eine Maske hatte sie nicht angehabt.

Nach der Übergabe rief der Senior seinen Sohn an. Dieser jedoch war wohlauf und keineswegs in einem Krankenhaus. So stellte sich der Sachverhalt als Betrug heraus und der Senior erstattete Anzeige.

Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die die Übergabe oder auch die unbekannte Frau beobachtet haben. Hinweise werden entgegengenommen unter der 02131 300-0.

Kriminelle versuchen mit ganz unterschiedlichen Maschen, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Sie machen sich auch die derzeitige Situation zunutze und erfinden dramatische Geschichten, mit denen sie die Angerufenen unter Schock setzen. Wer in Sorge um die Angehörigen ist und nicht zum Nachdenken kommt, hinterfragt die Situation nicht gleich und gerät in Gefahr, zum Opfer der Betrüger zu werden. Hilfreich ist es, die Maschen der Betrüger zu kennen - und sich auch gewissen Verhaltensweisen zu vergegenwärtigen, bevor es zu einem solchen Betrug kommt. Machen Sie es den Kriminellen schwer und vergewissern Sie sich, dass Sie tatsächlich mit Ihrem/Ihrer Verwandten sprechen. Lassen Sie den Anrufer den Namen selbst nennen und rufen Sie gegebenenfalls die Person zurück, allerdings sollten Sie die Ihnen schon bekannte Nummer selbst wählen. Sie dürfen misstrauisch sein, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet! Wer ein solches Anliegen hat, könnte dies ja auch persönlich vorbringen. Kommt Ihnen ein Anruf komisch vor, legen Sie auf!

Informationen zu den gängigsten Maschen der Betrüger finden Sie in der Broschüre "Klüger gegen Betrüger", die Sie auch online abrufen können: https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw/artikel/klueger-gegen-betrueger-gemeinsam-gegen-trickbetrueger-im-einsatz

Rückfragen von Pressevertretern bitte an:

Der Landrat des Rhein-Kreises Neuss als Kreispolizeibehörde -Pressestelle- Jülicher Landstraße 178 41464 Neuss Telefon: 02131/300-14000          02131/300-14011          02131/300-14013          02131/300-14014 Telefax: 02131/300-14009 Mail:    pressestelle.neuss@polizei.nrw.de Web: https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw

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