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Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 für die Landeshauptstadt

Schwerin (ots) - Im vergangenen Jahr ist die Zahl der in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfassten Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern um 4,8 % von 111.329 auf 105.932 Fälle gesunken.

Auch die Schweriner Polizei hat im vergangenen Jahr in ihrem Zuständigkeitsbereich weniger Straftaten als im Jahr 2019 registrieren müssen.

Im direkten Vergleich sank die Zahl der erfassten Straftaten von 10.969 im Jahr 2019 auf 10.379. Das entspricht einem Rückgang von ca. 5,4 %. Ein Hauptgrund für den Rückgang sind weniger registrierte Eigentumsdelikte.

Die Aufklärungsquote stieg im Jahr 2020 auf 65.2 % leicht an. Im Vorjahr lag sie noch bei 63,6 Prozent.

Auch ist die Entwicklung der Häufigkeitszahl (die Zahl der bekanntgewordenen Straftaten insgesamt oder innerhalb einzelner Deliktsarten, bezogen auf 100.000 Einwohner) weiter positiv. Lag die Zahl im Jahr 2019 noch bei 11.419, so sank sie 2020 auf 10.851.

Im Jahr 2020 wurden im Deliktsfeld Diebstahl 2.415 Fälle registriert. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zum Jahr 2019 um 295 Fälle (-10,9%). Erfreulich ist hierbei, dass die qualifizierten Diebstahlshandlungen (Bsp.: Ein-/Aufbrüche) von 1108 auf 925 Fälle (-16,5 %) zurückgegangen sind.

Bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen ging die Zahl der erfassten Fälle von 78 auf 57 (-26,9%) zurück. Der Rückgang ist dennoch kein Grund zur Zufriedenheit. Jeder Wohnungseinbruch bleibt ein Einschnitt in die Privatsphäre der Opfer und stellt erhebliche Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl dar.

Einen leichten Anstieg gab es bei den Fahrraddiebstählen. Während im Jahr 2019 noch 314 Fälle registriert wurden, waren es im vergangenen Jahr 360. Im Vergleich zum Vorjahr gab es damit einen Anstieg um 14,6%.

Das Aufkommen von Diebstählen an/aus Kfz ist rückläufig, hier wurden 168 Fälle erfasst, 2019 waren es 331 (Rückgang um -43,8%).

Nahezu gleich verhält sich die Zahl der erfassten Rohheitsdelikte im Vergleich zum Vorjahr. Hierzu gehören Straftaten wie Körperverletzung, Raub, Bedrohung sowie Nötigung und Stalking.

Erfasst wurden 1380 Fälle, im Vorjahr waren es 1381. Im Bereich der Raubdelikte gab es einen leichten Zuwachs um drei Fälle (von 60 auf 63).

Das Kriminalkommissariat Schwerin konnte im vergangenen Jahr in diesem Deliktbereich eine Raubserie, die sich in den Stadteilen Zippendorf und Mueßer Holz ereignete, aufklären. Ende Oktober wurde nach mehrwöchigen umfangreichen Ermittlungen ein Schweriner festgenommen, dem acht Raubtaten nachgewiesen werden konnten. Seit dieser Woche muss sich der 30-Jährige vor dem Schweriner Landgericht für seine Taten verantworten.

Rauschgiftkriminalität ist ein typisches Kontrolldelikt. 2020 konnten die hohe Kontrolldichte und der damit verbundene Kontrolldruck noch weiter erhöht werden. Die Feststellungen in diesem Deliktsbereich stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 561 Delikten auf insgesamt 952 Fälle (+ 41,7%) bei einer Aufklärungsquote von 94,3 %.

Im Jahr 2020 konnten in der Landeshauptstadt Schwerin 3547 Tatverdächtige ermittelt werden. Hierbei gilt zu berücksichtigen, dass einzelne Tatverdächtige mehrfach Straftaten begangen haben. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl nahezu gleich.

Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt aktuell bei 21,6%. Im Vergleich zum Jahr 2019 (25,1%) ist hier ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Als Fazit ist festzustellen, dass sich im Vergleich zum Jahr 2019 die Sicherheitslage in Schwerin weiter verbessert hat.

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Polizeiinspektion Schwerin Pressestelle Steffen Salow Telefon: 0385/5180-3004 E-Mail: pressestelle-pi.schwerin@polizei.mv-regierung.de http://www.polizei.mvnet.de

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